Full text: Volume (Bd. 3 (1820))

41U XII. v. Lohr von der Tutel über Weiber,
hier zum Vortheile der Familie geregelt.

der tut.da legitima standen, bet) welcher die auct«.
sitas der Tutvren hier nicht leicht vvrgekommen seyn
dürfe. Nur bey der strengen Ehe habe es verkommen
können, daß die Witrwe nicht unter der legitima
tutela stand , indem die Kinder nicht die Tutel über
ihre Mutter hätten haben können (dieß dürfte schwer
zu erweisen seyn und würde auch nicht die legitima
tutela der Agnaten aufgehoben habe» , so wenig, wie
z. B. eine nähere Agnatin Uriache seyn kann, daß
mitUebergehung des cntfctutcvtt 91 3 nn tc 11 bis dativa
tutela eintritk), auch bey der strengen Ehe die Niiotis
optio möglich gewesen wäre. Die in beydcn Fällen
vorhandenen Tutvren hatten ohne Anstand auctorita-
tem interponi« und darum sage Cicero, nur in dem
Falle einer strengen Che, nicht aber sonst, könne ein
Weib testiren. Freylich feyen auch sonst noch tutore»
ex lege Atilia möglich gewesen, allein ihre Selten-
heit erkläre und rechtfertige dieUebergehung.— Wenn
ich es auch nicht ucgiren will, daß die letzte Bemer'
kung an sich und noch mehr in einem Beyspicle, das
in cinerT op i'k gegeben wird, unnbersteigbare Schwie-
rigkeiten zu machen scheint; so dürfte dennoch der
Zusammenhang der Stelle eine solche Auslegung un-
möglich machen. Nach dieser Ansicht konnte in
C iceros Zeit jedes Weib testiren, das sui juris
und mündig war, es wurde bey keinem Testamente
des einen Weibes me h r erfordert, als bey dem eines
andern, nur trat die faktische Verschiedenheit ein,
daß es bep dem Testamente der einen wahrschein-

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