Full text: Volume (Bd. 3 (1820))

39S XI. v. Löhr über die c. 10. 6.8,48.
Nimmt man die erste der genannten Mei-
nungen an, so ist das Resultat, daß der arro-
gatus und plene adoptatus seinen leiblichen
Vater, und umgekehrt dieser jenen, durante
adoptione, nur in der vierten Klasse, die
leiblichen Geschwister, wenn sse vor der
Adoption vollbürtig waren, in der dritten,
wenn sie nur durch den Vater verwandt, eben-
falls wieder in der vierten Klasse beerbe.
Nach der Ansicht der Vertheidiger der zwey-
ten Meinung (1) hat der Ärrogirte und plene
Adoptirte nicht allein das Recht eines Jntestat-
Erben der ersten Klasse, sondern selbst das
Recht eines Notherben gegen beyde Väter
(wenn man sich so ausdrücken darf): beyde be-
erben umgekehrt jenen in der zweytcn Klasse:
das Verhältnis! zu den vollbürtigen und den
halbbürtigen Geschwistern vom leiblichen Vater
her ist gerade so, als wenn keine adoptio Statt

(1) Von den Vercheidigern dieser Meinung sind vielleicht
hier zu nennen, Lehr über die gesetzliche Erbfolge der
adopkitten Kinder und deren leiblichen Eltern gegen
einander (in Hage mann's und Gün ther's Ar-
chiv V.Y.) G l« ck Jntcstat-Erbfolge §. III. 14- Thi-
daut Pandect- Syst. §. 6&?. Nro.3. §.685. Nro.3.
Derselbe Civ. Abi). S. H5 —17-

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