Full text: Volume (Bd. 3 (1820))

376 3f. v.?öhr von der Succeßion
nas etiam dominii jure habete eam res, quas
ex viri facultatibus ad eam venire per prae-
sentem jussimus legem: so scheint es mir doch,
als wenn der innere Zusammenhang die jensei-
tige, nur allein auf willknhrlicher Anwendung
mathematischer Combinationen beruhende, Ansicht
widerlege.
Offenbar liegt Key unserer Jntestat-Erbfolge
das Bestreben zum Grunde Gleichheit der Desccu-
denten bey der Beerbung ihrer Ascendenten zu
erhalten und eben so offenbar geht ein großer
Theil der s. g. poenas secundarum nuptiarum
darauf hin, zu bewirken, daß die Kinder einer
frühern Ehe nicht durch den Abschluß einer spa-
tcrn Ehe übervortheilt werden. Gegen bcydc
Gesichtspunkte stößt aber die getadelte Meynung
offenbar an, weil die Kinder erster Ehe nach
ihr offenbar weniger bekommen, wie die Kinder
zweytcr Ehe, die noch außerdem von demjem
gen Vortheil haben, was ihre Mutter jenen
entzieht (1). Gerade darum muß aber diese,
(1) Man nehme an, es sind zwey Kinder erster und drey
Kinder zweyter Ehe vorhanden. Jetzt bekämen die
ersten jedes 1/6 von dem Vermögen ihres Vaters, die
letzten jedes 1/5, ihre Mutter außerdem eigenchümlich
1/15, das doch auch ihren Kindern vorcheilhaft ftp»
rvürde.

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