Full text: Volume (Bd. 3 (1820))

von Tutel und Curatel. 9
Vorzugs hätte berauben können in dem Augen-
blicke, wo man sie belohnen wollte.
Soviel von der Tutel. Minder sprechend
sind die Grundsätze über die Curatel. Allein
theils konnte sich hier, der Natur der Sache nach,
der Römische Gesichtspunkt nicht so bestimmt
ausdrückcn, theils entstanden sehr bald mch,
rere Arten von Curatel, welche allein den Vor-
thcil des Curanden bezweckten; mit welchen
man wenigstens in der Folge die altern Arten
zusammenstellte. Daher hier nur folgende Be-
merkungen :
». Auch die altern Arten der Curatel (cura über
den furiosus und prodigüs) wurden mit
Rücksicht auf Familtcnvcrhaltnisse deferirt;
etwas, was bey den spater entstandenen
Arten, welche nicht als Rechte betrachtet
wurden, nicht der Fall war.
s. Auch hier konnte sehr leicht der Fall eintre-
ten, daß ein eines Vormundes Bedürftiger,
weil ec keine Agnaten, keine Gentilcn, kei-
nen Patron hatte, ohne Curator war. We-
nigstens wissen wir nicht, daß es jetzt schon
dem Ms§>srratus erlaubt gewesen fev» einen
Curator zu ernennen: ja alle Analogie
scheint dieser Befugniß zu widersprechen.
3. Auch ein furiosus und impubes wurden
wahrscheinlich zur Curatel berufen. Die
Stelle der zwölf Tafeln spricht so allgemein.

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