Volltext: Band (Bd. 3 (1820))

8 I. Ueber die Römischen Begriffe

von dem legitimus, wie jedes andere Recht, "in
jure ccdirt werden (i). Die letzte ging, wie alle
andere Familienrechte, durch capiti demi-
nutio minima verlvhren. Absetzung eines Tu-
tors wegen Unfähigkeit oder schlechter Verwal-
tung konnte nicht Vorkommen: daß nicht aus
dem ersten Grunde, folgt aus dem oben Ange-
führten, daß auch nicht aus dem zweyten, be-
weißt sich sehr bestimmt daraus, daß erst unter
den Kaisern durch ein eigenes Senatusconsult
erlaubt wurde, an die Stelle desjenigen Tu-
tors, der als suspect von der Admini-
stration removirt war, einen andern Tutor
zu bestellen (s).
Unser Satz ergiebt sich endlich aus der Ver-
fügung der Lex Julia und Papia Poppaea, daß
Frauenzimmer, welche drey oder vier Kinder
gebohrcn hätten, hierdurch von der Lutel frey
werden sollten. (3) Wäre die Tutel vorzüglich zu
ihre. Vorrheile eingeführt gewesen, so ließe es
sich nicht wohl gedenken, wie man sie dieses
(1) „ Legitimi tutores alii tutelam in jure cedere
,,possunt. “ Ux-i‘iAN XI. 6.
(2) Ulpias XI. 23. S> 0. S.
(A) „ .. Lex Papia Poppaea libertas fjuatuor libe,
rorum )ure tutela patronorum liberavit , . "
Il ne i A di XXIX- 3, .Mulier sine tutoris au-
„ ctoritafe [libertatem dare nou potestj, nisi lu
,, berorunijus habeat: tunc enim ex vindicta
,,sine tutore putest manumittere. *« F k a g.
V et. J C t i §. i5. (»70 P u u r a rc h in Xuiua
p. 66. Dio lib- -6. p. Ü7Ü.

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