Full text: Volume (Bd. 3 (1820))

6 I. Ueber die Römischen Begriffe

übrigen, d. i., in der fetzigen Zeit fast alle,
nur von dem Pupillen selbst, der durch die
auctoritatis interpositio des Tutors ergänzt
wurde, wie ich dies unten weitläufig erwei-
sen werde. War nun der Pupill noch infans,
konnte oder wollte der Tutor nicht auctori-
rcn, so mußten nothwcndig alle diese Ge-
schäfte liegen bleiben.
3. Bey der tmela legitima ward zur Ergän-
zung der Frauenzimmer und Pupillen die
auctoritas aller Tutoren erfordert (r). Es
hmg also von der Fähigkeit oder dem guten
Willen eines der Tutoren ab , ob Geschäfte,
bey welchen die auctoritas nothwendig war,
vorgenommcn werden konnten. Das Inte-
resse des Pupillen machte hierbei) gar keine
Ausnahme. Erst unter den Kaisern, wo der
ältere Gesichtspunkt mit dem Grunde zu ver-
schwinden anfing, wurde durch mehrere Se-
natusconsulte erlaubt, daß in einzelnen Fäl-
len, wo der Tutor nicht auctoriren konnte,
ein anderer Tutor an seine Stelle gegeben
werde (2).
(O „Nilni potesl de tutela legitima sine omnium-
,, tutorum auctoritate deminui.4* C i c. pro Flac-
ca., c. Ulpi an XL 16. Fr. 4. 7. §. 1.
V. 2,6. Ü. C. 5. C. 5. 59*
(2) Ulppan XI. §. 20. Ex Lege Julia de mari,
t a udis ordinibus tutor datur a Praetore Urbis
ei mulieri vircuiive* quam ex hac ipsa Lege

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