Full text: Volume (Bd. 3 (1820))

Iustinians Compilation.

189

ben verdient das Lob der vollständigsten Einsicht
und Zweckmäßigkeit und Vieles, was uns alS
Verunstaltung des alten Rechtes erscheint, ist nur
der verständige Ausdruck der Aenderungen, welche
ganz von selbst, und ohne Zuthun eines Gesetzge-
bers, eingetreten waren (i); und noch viel mch.
rere würden dasselbe Lob verdienen, wenn uns
der Zustand des Gewohnheits-Rechtes genauer
bekannt wäre, welches zu Iustinians Zeiten
gegolten hat.

§. 5-
Aus der oben gegebene» Erzählung geht fer-
ner hervor zweytcns, daß, obschon alle drei)
Werke auf das Praktische bercchirct warenf
und nur Brauchbares enthalten sollten,
dennoch nicht alles Historische ausgeschlos-
sen war, und nicht ein für alle Zeiten gel-
tendes Recht darin gesammelt werden sollte.
Beydes ist nach der ganzen Beschaffenheit der
Justinianeischen Compilation völlig unmög-
lich (2).
Benweitem das meiste und bedeutendste Ma-
terial dieser Sammlung ist aus Schriften von

(0 v. Savigny l. c. S. 14.
(1) HufelandS Handbuch Th. 1. Mh. 2. S. i}£
biS 40.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer