Full text: Volume (H. 1 (1817))

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- Eine starke Kornausfuhr mögteu wir bei den
jetzigen noch unvollkommnen Zustande der Landwirth-
schaft, für ein untrügliches Kennzeichen einer gerin-
gen'Bevölkerung annehmen. f
- Das als Kornkammer so berühmte ehemalige
Pohlen verdankte diesen Ruf weder seinem vorzüg-
lichen Boden, noch seiner guten L^dwirthschast,
sondern seiner schlechten Bevölkerung und der fast
hündischen Lebensweise seiner Leibeigenen. '
Der Boden ist mitunter sehr leicht; nur in ei-
nigen Districken vorzüglich. Er besteht weit über
die Hälfte aus Wald, Morast, Unland, Wiesen und
Weide. Daö Klima ist einer vorzüglichen Vegeta-
tion nicht günstig. ° Die Wirthschaftsmethode ist
schlecht, und die Acker-Instrumente gehören zu deit
elendesten. Wenn wir den Acker des ganzen Rei-
ches im Durchschnitt nehmen, so wird schwerlich das
Ate Korn geerndtet. Und dennoch gingen ihre Wi-
tinnen auf der einen Seite nach' den Ostseehäfen,
auf der andern bis zum schwarzen Meere. Aber ‘ ‘
i) Man wußte im Ganzen genommen nichts von
r Städten/,^obgleich dem Nahmen nach vielleicht
über looo vorhanden waren, und fast jeder Ein-

*) lenter Stadie verstehen wir nicht Oerter, die Mauern und
Thore haben, gepflastert find rc. sondern nach dem eigene,
* lichen Begriff; Aufenthaltsorte von Fabrikanten, und in
^ diesem Sinne waren in ganz Pohlen vielleicht nicht io.
Denn die Cultur war noch nicht bi« zur Trennung der
% Production und Fabrikation vorgeschritten, und die Stadt,
' bewohner trieben gewihnlich Ackrrban und Handwerke zu,
gleich. --- ^

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