Full text: Volume (Nr. 3 (1853))

Nachschrift.

Wir müssen den Leser abermals, diesmal mit einem etwas längeren
Zusätze belästigen. Erst in diesen Tagen, durch Esmarch's Anzeige in
den Göttinger Anzeigen vom 4. April l. I., wurden wir auf die Abhandlung
von Holtius *00) aufmerksam, welche Savigny in der Uebersetzung un-
möglich, im Urtext nicht leicht kennen konnte, als er sein Obligationen-
recht Bd. I. schrieb. Dieser Jurist stimmt in gar vielen Einzelnheiten
mit uns überein; namentlich findet auch er hinter dem nuüum paetum
keine naturalis obligatio; er interpretirt 1. 1 §. 2. D. v. o l01) wie wir;
bemerkt noch zu kaul. R. S. I. l102), daß bereits Giphanius und Schul-
ting die Worte „paeti obligatio" verdächtig, fanden, und ersterer paeti
oxeoptio emendirte, — und findet in 1. 95 §. 4. v. solut, lü3) nicht nur
keinen Beweis für, sondern (was wohl zu weit geht) einen Beweis gegen
diese naturalis obligatio. In der Erklärung der naturalis obligatio aus
dem Zinspakte weicht er von uns ab. Aber viel mehr als in diesen Ein-
zelnheiten treffen wir in Auffassung des Ganzen mit ihm zusammen; er
erkennt in der Entscheidung über die naturalis obligatio aus der nuäa
paetio den Cardinalvunkt der Theorie; er bestreitet die Annahme „als
„ob jede naturalis obligatio ein Product des )'us gentium wäre" und

100) Abhandlungen civilistischen und^ handelsrechtlichen Inhalts von Dr. A. C. Hol-
tiu s, ord. Prof, der Rechte zn Utrecht, übersetzt von vr. S. Sutrio. Utrecht,
Kenünk en Zoon. 1852. Nr. I. Ueber die Lehre der naturalis obligatio im Rö-
mischen Rechte. Abhandlung gelesen in der dritten Classe des K. Nieder!. Insti-
tuts, den 29. Januar 1814.
101) S. oben S. 26.
102) S. oben Anm. 34.
103) S. oben S. 19.

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