Full text: Volume (Bd. 4 (1844))

5. Einzelnes. F. Culpa bei der äos. 535
Fälle der dotis promissio, die keine solche Novation
enthalten.
Ebensowenig kann man sich darauf berufen, daß
der Ausdruck periculum nicht nothivcndig die Gefahr
des Zufalles bezeichne. Von einem Zufälle ist hier
eigentlich gar keine Rede, sondern von der Gefahr der
Eincassirung. Wie aber diese aufzufafsen sey, dies ist,
meiner Ansicht nach, schon an sich nicht zweifelhaft, kann
es aber am allerwenigsten in unserer Lehre seyn, wo
dieser Ausdruck so vielfach und in so manchen Gegen-
sätzen vorkömmt.
Daß die Eincassirung der, durch das Versprechen
des Debitors begründeten, Obligation aufder Gefahr des
Mannes stehe, dies ist jedoch nur alsdann der Fall,
wenn ihm selbst das Versprechen geleistet worden, nicht
aber, wenn ohne sein Wissen der Sklave stipulirt hat (1).
Auch wird es voraus gesetzt, daß dieses Versprechen
giltig geleistet worden ist (2).

(1) fr, 46. §. 1. D. 23, 3.
(2) Cum vir uxori donare vellet, debitor mulieris,
qui solvendo non erat , dotem ei promisit: ad
id dumtaxat, ad quod solvendo fuit, viri peri-
culo ea res est: et si quid debitori ad solvendum
facultatis accesserit, periculum ad eam summam,
quae accesserit crescet, permanebitque, etiam-
si rursus pauperior factus erit, quia neque tum,
cum dos promitteretur, donatio factu est, nisi
ejus pecuniae, quae a debitore servari non pot-

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