Full text: Volume (Bd. 4 (1844))

494 XXV. v. Lohr, Uebersicht der Lehre von der Culpa.
suis rcbus düig’entia, wie culpa den Gegensatz des
dolus bildet.
Legen wir diesen Sprachgebrauch zu Grunde; so ist
die diligentia die Beflissenheit, welche die qualis in
suis rebus diligentia übersteigt und geeignet ist alle
Nachthcile abzuwenden, die weder in Zufällen, noch
in natürlicher Abnutzung, noch in der eignen Schuld
des Beschädigten gegründet sind. Custodia in diesem
Sinne begreift aber die Sorgfalt im Bewahren, die
größer ist, wie die qualis in suis rebus custodia und
hingeht bis zum Casus, die diligentissima et exact-
issima servatio, wie Theophilus sagt (1). Da das
turtum nicht als casus betrachtet wird (2); so muß
daher der zur custodia in diesem Sinne Verpstichtete
auch für die fiirta hasten (3).
Bei dieser nahen Verbindung zwischen diligentia
und custodia kann es übrigens nicht auffallen, daß in
Fällen, wo es sich nicht gerade darum handelt die dili-
gentia oder die custodia näher zu bestimmen, der eine
dieser Ausdrücke statt der andern gebraucht wird (4).
(1) Tiieophilus III. 23. (24). §. 3. — §. 17. (19). J.
4, 1. Theorie §. 12.
(2) S. unten No. 3.
(3) fr. 52. §. 3. D. 17, 2,— kr. 14. §. 1. D. 18, 6. —
fr. 40. D. 19, 2. — fr. 14. §. 16. 17. D. 47, 2. —
fr. 1. §. 4. D. 47, 5.
(4) Z. B. custodia für diligentia im weiten Sinne fr. 1.
§. 7. fr. 2. D. 7, 9. — fr. 10. §. 1. D. 13, 6. —

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer