Volltext: Band (Bd. 4 (1844))

IV. v. LöhrAuszug ans einer Probeschrift. 4L
Geht man von dem so eben entwickelten
allgemeinen Grundsätze aus, daß die Rechts-
«nwissenhcit keinen positiven Schaden begründe,
daß sie in der Regel Niemanden hindere, das
Seinige zu verfolgen; so scheint hievon daS
nothwendige Resultat, daß man müsse berech-
tigt seyn, das ex errore juris Gezahlte zurück-
zufordern. Derjenige, welcher ohne Grund
aus dem Seinigen Etwas gegeben hat, leidet
eben so gut positiven Schaden, als wie derjenige,
der es erst geben soll. Eine Verschiedenheit
laßt sich nicht aufsinden, wenn man nicht sagen
will: wer schon gezahlt hat, hat schon wirklich einen
Verlust erlitten, er gewinnt also, wenn ihm die-
ser vergütet wird. Daß diese Erklärung, wenn
auch von sehr bedeutenden Männern gegeben, nicht
viel bedeute, bedarf wohl keiner Erinnerung.
Mit dieser Folgerung stimmen die Grund-
sätze über die condictio indebiti sehr wohl über-
ein, und dienen also auch, ihre Richtigkeit zu
erweisen. Durch diese Klage sollen die aus
Jrrthum gezahlten Nichtschulden zurückgefor-
dert werden; bey wissentlichen Zahlungen da-
gegen (1), bey welchen man eine Schenkung an-

(t) kr. 1. L. 1. kr.. 26. §. 3. v. 12, s.

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