Full text: Volume (Bd. 4 (1844))

possessio zur heröditas.

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den non jure facta, durchaus Nichts gefolgert werden.
Könnte übrigens aus dem hier Statt findenden Still-
schweigen Etwas gefolgert werden: so würde daraus
folgen, daß nur in dem Einen, in §. 120 angege-
benen, Falle die Erceptio Statt finde. Gajus gedenkt
keines zweiten Falles und wenn dem ungeachtet in den
Pandecten noch mehrere Fälle erwähnt werden; so
liegt gerade schon hierin der Beweis, daß die lücken-
hafte Stelle des Gajus in unverletzter Gestalt noch
mehrere Fälle enthalten haben muß.
Da außer Gajus unsere übrigen Rechts-Quellen
den ftüheren Rechts-Zustand gar nicht erwähnen: so
müßte auch ein völliges Stillschweigen über die Fälle,
in welchen zum Schutze der secundum tabulas B. P.
eine Erception gegen den heres Statt findet, ohne alle
Bedeutung sehn, und es könnte eben so wenig aus
der Erwähnung zweier Fälle, wenn nur diese vorkäme,
eine Folgerung gemacht werden. Uebrigcns ist cs nicht
gegründet, daß nur noch in zwei Fällen der secun-
dum tabulas B. P. Wirksamkeit gegen den heres zuge-
schrieben werde.
Wenn Ulhian sagt:
Posthumus praeteritus vivo testatore natus
decessit: licet juris scrupulositate nimiaque sub-
tilitate testamentum ruptum videatur, attamen,
si signatum fuerit testamentum, bonorum posses-
sionem secundum tabulas accipere heres scriptus

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