Full text: Volume (Bd. 4 (1844))

possessio zur hereditas. 447
heres zu der B. P. gerufen worden, habe keine
Erceptio (1).
Durch diese Regel werde jedoch natürlich nur das
Verhältniß der ordinaria B. P. bestimmt, und auch
da leide ste zuweilen aus besondern Gründen Aus-
nahmen. Im Falle der extraordinaria B. P.
werde der bonorum possessor regelmäßig von
dem heres nicht, oder doch nicht ganz aus-
geschlossen werden (2).
Durch die Institutionen des Gajus haben wir
jetzt die Nachricht, daß die secundum tabulas B. P.,
insofern sie auf einem, nach Civil-Rccht
ungiltigen, Testamente beruhte, vor Hadrian
durch keine Erceptio gegen den heres geschützt war (3).

(1) Magazin B. 3. (1.) S. 304-332. B. 4. (2.) S.
151—53.
(2) Magazin B. 3. (1.) S. 324—32.
(3) Gajus II. §. 118—22. §. 147—149. Diese Nachricht
contrastirt übrigens sehr mit einer Nachricht vvn Cicero.
P. Asellus, ein reicher Mann, hatte seine Tochter zur
Erbin eingesetzt. Diese Institution habe Giltigkeit
gehabt, da er nicht censirt gewesen sey; und es hätte
eigentlich der substitutus und die legitimi heredes
ausgeschlossen werden sollen. Dies habe aber Verres
durch fein Edict nicht anerkannt, was ihm zum Vor-
wurfe gemacht wird. Cic. in Verr. I. 43. 44. Da
die L. Voconia die Einsetzung der Weiber untersagt
hatte, und da wir wissen, daß Weiber von einem wohl-

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