Full text: Volume (Bd. 4 (1844))

442 XXIII. v. Löhr, Verhältniß der bonorum
sentant des Verstorbenen gegen den bonorum possessor
auftrete. Nur in einzelnen singulären Fällen ftp der
heres nicht im Stande, dem bonorum possessor die
Erbschaft zu evinciren.
Alle diese Behauptungen scheinen mir ungegründet.
Dafür, daß der Unterschied zwischen hereditas und
B. P. darin bestehe, daß jene eine gesetzliche und
beständige, diese eine interimistische Besugniß zur Reprä-
sentation eines Verstorbenen begründe, eristirt auch
nicht der entfernteste Grund in unfern Q-uellen. Ganz
abgesehen davon, daß beide Arten dcrSucceffion zusam-
men Vorkommen können; so werden beide überall ganz
aus eine Linie gestellt und der Unterschied nur darin gesetzt,
daß jene auf dem Civil-, diese auf dem prätorischen
Rechte beruhe, daher der heres der Strenge nach
Repräsentant sey, der donorum possessor dagegen
nur nach prätorischem Rechte als Repräsentant behandelt
werde. Von einer interimistischen Repräsentation ist
hier so wenig die Rede, wie in allen übrigen Fällen,
wo man heredis loco ist (1).
So wird in den Institutionen gesagt: quos
autem Praetor solus vocat ad hereditatem, here-
des quidem ipso jure non fiuntnam Praetor here-
dem facere non potest: per legem enim tantum,
vel similem juris constitutionem heredes fiunt:

(1) Magazin B. 3. (1.) <§. 217—23.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer