Full text: Volume (Bd. 4 (1844))

424 XXI. v. Lohr, Decretalis bonorum possessio.
Beschaffenheit des Edictes selbst die Bitte um Ertheilung
der B. P. durch ein Decret durchaus nothwendig oder
doch räthlich gemacht habe, d. i., da wo llngcnauig-
keit der Worte des Edictes oder eine Colliston zwischen
den drei ersten Klassen Statt gestruden habe (1).
Diese Ansicht scheint mir schon darum nicht wohl
haltbar, weil bei ihr gar nicht erkennbar ist, warum
in diesen Fällen ein Decret vorkomme. Sie scheint
mir aber auch mit der einzigen Stelle, in welcher der
Ausdmck decretalis B. P. sich findet, nicht vereinbar.
Nach dieser ist diese B. P. eine eigenthümliche Art
einer wahren B. P., die die Eigenthümlichkeit hat, daß
sie erst deferirt wird durch das Decret, aber auch
zugleich durch dieses Decret erworben wird (2). Daß
sie eine, von der edictalis, quae de plano peti po-
tuit, durchaus verschiedene Gattung bilde, das geht
schon daraus mit Nothwendigkeit hervor, daß die Fristen

(1) Da der frühern ordo unbedingt den später» ansschlicßt;
so läßt sich eine solche Colliston gar nicht gedenken-
Magazin B, 3. (1.) S. 228. 229.
(2) Decretalis B. P., an repudiari possit? videamus:
et quidem diebus finiri potest, sed repudiari
eam non posse verius est, quia nondum, de-
lata est, nisi cum fuerit decreta: rursum,
posteaquam decreta est, sera repudiatio est,
quia, quod adquisitum est, repudiari non
potest, fr. 1. §. 7. D. 38, 9.

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