Full text: Volume (Bd. 4 (1844))

XX. v. Lohr, Entstehung der bonorum possessio. 407
Succeffion umgewandelt worden. Um diesen Personen
die für den heres eingeführte B. P. ertheilen zu können,
fei) es nothwendig gewesen zu fingiren, daß sie heredes
sehen. Diese Fiction habe sehr natürlich bald dazu
geführt, daß dem bonorum possessor sowohl die
hereditatis petitio, wie die hereditariae actiones als
fictitiae actiones gestattet worden sehen. Daß Dieses
schon sehr frühe geschehen sehn müsse, dicß gehe daraus
hervor, daß die vom Prätor Servius dem honorum
emtor gestatteten utiles actiones auf einer Ausdehnung
dieser Grundsätze beruhen (1). Nachdem die Fälle der
dem Nicht - heres gegebenen B. P. durch die Sitte
geheiligt worden, habe der Prätor auch diesen Personen
im Edikte die B. P. gemeinschaftlich mit den heredes
angeboten. Ebenso habe er, corrigendi juris civilis
causa den Emancipirten rescissa emancipatione, und
später Denen, welche den Emancipirten gleich stehen,
zuerst per decretum die B. P. ertheilt, später ihnen
auch die Agnition gestattet. Dieser Gang der Ent-
wickelung stimme ganz überein mit der Fortbildung der
B. P. durch decretalis B. P. (2), mit der Entstehung
(1) Archiv a. a. O. S. 96. Note 40. S. 110—ll2.
(2) Wie Danz (Lehrbuch der R. G. B. 2. S. 44.) aus
dieser Bemerkung ein Argument gegen meine Ansicht
ableiten kann, ist mir nicht recht klar. Es sey bedenk-
lich, eine Analogie herzuuehmen von der decretalis
B. P., da das Wesen dieser nicht darin bestehe, den

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