Full text: Volume (Bd. 4 (1844))

11. Hebet bie datio in solutum. 233
-) Will der Schuldner seine Sachen an
Zahlungs Statt dem Gläubiger aufdrlngen, so
muß erstercr in der Lage sein, daß er nur
durch diese Nechtswohlthat der drohenden Noth-
wendigkeit einer cessio bonorum entgehen kann.
Denn gerade als ein Mittel, den mancherlei
drückenden Folgen einer solchen cessio sich zu
entziehen, wird uns die datio in solutnm von
Ju stinian dargestellt. Es soll der Schuldner
nicht Preis gegeben sein den Chicanen und ver-
derblichen Ränken seines Gläubigers, der seine
augenblickliche Geldnoth benützen will, um ihn
zu ruiniren, ihn der persönlichen Haft zu un-
terwerfen und dadurch indirekt zu der ihm
drückenderen cessio bonorum zu nöthigen. Eine
solche Aushülfe erscheint um so nöthiger, )e
leichter ein übelgesinnter Gläubiger Mittel fin-
det, dem Schuldner, der in diesem Augenblicke
von Geld entblößt ist, die Gelegenheit, sick-
zeitig genug welches zu verschaffen, abzuschnei-
den. So kann es geschehen, daß ein, seinen
übrigen Vermögensverhältnissen nach, noch gar
nicht insolvender Schuldner keine Wahl behält,
als entweder sich auf Verlangen des Gläubi-
gers der persönlichen Haft zu unterwerfen,
oder bonis zu ccdireu. Gerade von diesen Fäl-
len redet nun Jüstinian. Denn er sagt

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