Full text: Volume (Bd. 4 (1844))

222 XI. Marezoll. Bemerk. Zweifel u.Vermuth.
zieht sich dann auf den Inhalt, auf die Fassung
der Cautionsformel und.fteht, wie so häufig,
für xavcc rvro/ Der Sinn ist dann folgender.
Der Honorirte soll durch Eid und Hypothek die
Cantion dahin, in der Art — tn der
Formel, [Hm wir ihm solches stillschweigend,
mit Aufhebung der früher gewöhnlichen, anders
lautenden Formel, durch dieses Gesetz verstat-
ten,] leisten: daß er u. s. w. Das, was also
durch Iustinians Verordnung stillschweigend
dem Honorirten verstattet wird, ist, daß der-
selbe durch sein Cautionsversprechen sich die
Möglichkeit und Befugniß, dennoch späterhin
wieder zu heirathen, nicht zu benehmen braucht.
Justini an konnte auch füglich sagen, daß
er dieses hiermit stillschweigend verstatte.
Denn bisher war allerdings von einer solchen
Aenderung des Inhaltes des Cautionsverspre-
ebens noch gar nicht die Rede gewesen und nur
beiläufig kommt sic hier zur Sprache. Ein ent-
scheidendes Argument für die Richtigkeit der
von mir so eben gegebenen Erklärung liegt
Iheils darin, daß Justinian selbst kurz vor-
her erklärt, wie es als eine unbillige Härte
erscheine, wenn man die Wittwe. wirklich nö-
thigen wolle, nach der Auflage des Mannes,
unverheirathet zu bleiben. Nur dem wolle er

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer