Full text: Volume (Bd. 4 (1844))

184 XL Marezoll. Bemerk. Zweifel u. Dermuth.
dert(1)/ dagegen die donatio sine scripto gnV
keine Förmlichkeit, weder Urkunden, noch Zeu-
gen! Wer würde dann so thöricht gewesen sein,
sich weitläufiger Formalitäten zu bedienen,,
wenn er dasselbe ganz ohne alle Form erreichen
konnte! Wie viel natürlicher ist es dagegen an-
zunehmen, daß es sich mit den mündlichen
Schenkungen verhielt, wie mit mündlichen Te-
stamenten , welche zwar keine Urkunde erfodern,
wohl aber, so gut wie die schriftlichen, Zeu-
gen! Es liegt aber auch zweitens die Vor-
schrift der Zeugenzuziehung schon in den klaren
Worten der Verordnung von Theodos und
Valentinian. Denn waö können, dem gan-
zen inneren Zusammenhänge nach, die' alia
idonea documenta, durch Welche id, quod
geritur* bestätigt werden soll, sein', als ge-
rade die Zeugen? Man darf nur nicht all»
documenta erklären, durch: andere docu-

(1) Die Constitution von Theodos und Valen-
ti nian ist viel jünger als die von Zenv. Daher
kann eS, man mag nun die letztere Verordnung er-
klären wie man will, keinem Zweifel unterliegen,
daß zur Zeit, wo wir zuerst die donatio «,l.°
scripto erlaubt finden, noch zur Eingehung der
schriftlichen Schenkung Zeugen nöthig waren.

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