Full text: Volume (Bd. 4 (1844))

566 XI. Marezoll. Bemerk. Zweifel u. Vermuth.
- , 2.
An welchem Orte des Testamentes muß
oder darf dasselbe unterschrieben
werden?
Es findet sich, nach klarer Vorschrift der
Gesetze, in dieser Beziehung, ein bisher, wie
es scheint, ganz übersehener Unterschied zwi-
schen dem gewöhnlichen Testamente und dem
Testamente eines Blinden.
Bet einem gewöhnlichen Testamente sollen
die Unterschriften des TcstirerS geschehen in
reliqua parte testamen_ Das heißt
schon nach allgemeiner grammatischer Erklärung,
es können die Unterschriften au jedem be-
liebigenOrte d es Testamentes geschehen.
Sollte indessen auch etwa darüber'ein Zweifel
entstehen, so wird derselbe völlig gehoben
durch die klare Vorschrift der Notariats-
ordnung von 1912. Denn dort heißt es (2),
der Testirer solle unterschreiben, oder unter-
schreiben lassen an einem Orte des Testa-
ments.
Ganz anders verhält es sich mit dem Tcsta-

(1) 21. pr. 6. 6. 23.
(2) Titel von Testam, §, 7»

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