Full text: Volume (H. 2 (1817))

liche Freiheit in ihrem ganzen Umfange, wie die neue
Gesetzgebung sie gewahrt, gehört allerdings dazu.
Sollte man aber einige Beschränkungen desselben
dennoch nöthig finden, so iss eine Grenzbestimmung
-er Zerstückelungen, wenigstens eine der unschädlich-
sten. Wik wollen aber einmahl annehmen, die Be-
sorgnisse des Herren Arndt waren' gegründet, die
reichen Gutsbesitzer brächten zumNachtheil der Cul-
tur und Wehrhaftigkeit noch größere Gütermassen
zusammen als jetzt, und kauften die Bauern aus.
Siebt es denn gegen solche Nachtheile keine Mittel
als positive ZrvangSgesetze und FreiheitS - Beschrän-
kungen? f ■ ' * ■ 1
Wie wenn der Staat in solchen Fällen durch
zuverläßige Commissarien dergleichen Gütermassen' an
sich kaufte, nicht um sie als Domainen zu benutzen,
'sondern um sie an Bauern rc. zu Vereinzeln?
' ' Wir halten eine solche Operation selbst ohne
Kpstenauswand für möglich, indem die ' Gebühren
'der 'Commissarien rc. durch den' höheren Ertrag bei
der Vereinzelung gedeckt werden würden; und wenn
die in der ersten Abhandlung ausgestellten Grund-
sätze richtig sind, verdient sie den Vorzug vor einem
Zwangsgcseße.
Durch den zweiten Paragraph wird das natür-
liche Recht eines jeden Staatsbürgers wieder her-
'gestellt- seinen Unterhalt zu gewinnen wie er kann.
Der Edelmann darf bürgerliche Gewerbe treiben,
' der Bürger ungehindert zum Bauernstand uberge-
' hen und umgekehrt. Außer daß durch diese Erlaub- ,
niß eine sehr' gewöhnliche Quelle von Unzufrieden-

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