Full text: Volume (H. 2 (1817))

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bfocT deshalb,- weil dieselbe durch einen Zufall voll-
ständig vor uns liegt, und wir von den übrigen Staa-
ten für jetzt nur Bruchstücke haben.
Die westphälische Gesetzgebung nimmt sich auf
dem Papiere nicht übel aus. Sie steht im Allge-
meinen der neueren Preußischen nach, hat aber utt
Einzelnen Vorzüge.
Sie war wenigstens weit besser als deren Ur-
heber, weit besser als Die Verwaltung. Der Ex»
König trat fast in dik Fußstapfen des Königs von
Preußen, und man muß gestehen, ec hatte eö schwer-
lich verständiger anfangen können, um —- wie sein
Plan Mn mußte — die Mehrheit des Volkes an
sich za fesseln,- und dasselbe der vorigen Regierung
in möglichst kurzer Zeit vergessen zu machen. Hätte
der Ex-König es verstanden, die Verwalter seiner
Ge etze besser zu wählen,—wäre er kein .Fremdling
in Sprache und Sitten, kein Fremdling in Sitt-
lichkeit ,und Religion, kein., Knecht seines, verhaßten
Bruders gewefen,..so würde ihm sein Plan wohl ge-
luNgeN.Mn.. '
Hie,^estphälDey Gesetze über diesen Gegen-
stand unterscheide sich von den preußischen vorzüg-
lich dadurch, daß. in denselben überall der Gesichts-
punkts des RechtS dem Gesichtspunkt' der StaakS-
klugheit, untergeordnet ist. Wir mögen den Ex-Kö-
nigdeöwegen nicht, tadeln.'. Auf seinem unsicheren
Standpunkts mußt/ ihm .daran liegen, so schleunig
als möglich die Menge für.sich zu gewinnen, ohne
ängstliche Beachtung..des Rechts. J ;
Er that in. dieser .Hinjjcht sehr viel. Aber das

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