Full text: Volume (H. 2 (1817))

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möglich gegen einander compensirt, und dadurch die
Auseinandersetzung vollständig gemacht werden soll.1
Jndeß da dieser §. hier steht, so scheint er doch
bloS auf Laßbauern Anwendung finden zu sollen,
4»nd nicht bei erblichen rc. obwohl der Grund dieser
. Verschiedenheit nicht abzusehen ist.
Der fernere-Inhalt des EdictS betrifft die in
einigen Provinzen bestehenden besonderen Verhält
nisse, z. B. der Dreschgärkner in Schlesien rc.
. Ferner wird bestimmt, daß die Jagdgerechtigkeit
bei dem ursprünglichen Dominialhofe bleiben soll,
da deren Ausübung durch kleine Grundbesitzer viele
Nachtheile hat. Worin diese Nachtheile bestehen,
ist nicht angegeben, und wir können uns keine an-
dre denken, als vielleicht bedeutende. Verminderung,
auch wohl gänzliche Ausrottung des Wildstandes.
Dieses mag freilich leidenschaftlichen Jägern und
Liebhabern von Wildprett ganz erheblich scheinen,
indeß dünckt es uns doch ein überwiegender Vor.
theil, wenn viele junge Leute schon als tüchtige Schütt
zen ausgebildet, in das Kriegeöheer eintreten, und
so das wesentlichste Erforderniß eines Fußsoldaten
bereits Mitbringen. Wenn jedermann ohne Unter»
schied auf seinem Grund und Boden zur Ausübung
der Jagd berechtiget wäre, würde, dieses der Fast
sein, und der Staat dadurch kostspieliger und zeit-
raubender Schießübungen überhoben werden. ’
Endlich wird noch im §. 58 festgesetzt, daß in
Absicht der Jurisdiction und policeilicher Verhält-r
Nisse durch diese Verordnung nichts geändert wird. >
Die Patrimonial -Gerichtsbarkeit ist freilich kein

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