Full text: Volume (Bd. 15 (1905))

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Breit, Übersicht über die Fachzeitschriften des Jahres 1903.

III. Von Prof. Kleinfeller in Kiel. HoldheimsMSchr. 12, 57 ff.
„Differenzhandel" in 8 240 Nr. 1 bedeutet Mehrheit von Differenzgeschäften.
Der Tatbestand des Delikts wird stets erfüllt durch den Abschluß von Differenz-
geschäften nach 8 69 des BörsG., durch den von unter 8 764 des BGB. oder 8 66
des BörsG. fallenden Geschäften nur, wenn der Schuldner die Verlustsumme ge-
zahlt hat.
4. Zwangsversteigerungsgesetz.
897. Das Zwangsverfteigerungsgesetz. Von? BayNotZ. N. F. 4, 60,81,147.
Besprechung des deutschen ZDG.
898. Aus der Zwangsversteigerungspraxis. Von BezNot. Burth in
Mengen. MürttZ. 45, 33 ff., 102 ff.. 133 ff.. 193 ff., 226 ff.
Erörterung einer größeren Reihe praktischer Fragen des Zwangsversteige-
rungsrechts.
899. Die rechtliche Natur der Zwangsversteigerung. Von AGR. Rothen-
berg in Stargard. ArchZivPrax. 94, 264 ff.
Im Zuschlag ist der Abschluß eines privatrechtlichen Veräußerungsgeschäfts
enthalten. Der Richter ist kraft Gesetzes Vertreter des Schuldners nach 8 169. Die
entgegengesetzte Auffassung, die in dem Zuschläge lediglich einen Akt richterlicher
Machtvollkommenheit sieht, ist einseitig.
900. Über Zwangsversteigerungserlöse. Von RGR. Schneider. Recht
7, 413 ff.
Gegen den Schaden, den durch zu niedrige Erlöse Nachhypotheken und persön-
liche Schuldner erleiden, gibt es — abgesehen von dem Falle unlauterer Abreden,
wo die 88 826 und ev. 823 Abs. 2 einschlagen — nach geltendem Rechte keine Hilfe.
Die Duldung so offenbarer Unrichtigkeiten ist nicht wünschenswert.
901. 8 10. Die Rangordnung in der Zwangsverwaltung. Von GerSekr.
Wenz in Göln a. Rh. BaySekrZ. 2, 49.
Erörterung der Streitfragen, ob, wenn ein nachstehender Gläubiger das Ver-
fahren wegen der Rückstände oder des Kapitals betreibt, und ein vorgehender dem
Verfahren ebenfalls wegen solcher Ansprüche beitritt, für die Rangstellung der
Rang des Rechts oder die Zeit der Beschlagnahme maßgebend ist. Es entscheidet
der Rang (gegen Fischer und Schäfer).
902. 8 IO Nr. 3. Streifzüge ins Gebiet des Zwangsversteigerungsgefetzes.
Von OLGR. Reinhard in Dresden. III. Die Behandlung öffentlichrecht-
licher Grundstückslasten. ZVlFG. 3, 772 ff.
8 IO Nr. 3 betrifft auch fällige öffentliche Lasten, die sich in einer ein-
maligen Leistung erschöpfen (gegen Urteil des SächsOVG. vom 18. März 02,
Iahrb. 2, 305 ff.).
903. 8 10. Beglaubigung von Abschriften aus dem Grundbuch. Von
Bürgermeister Dahse in Güstrow. MecklZ. 21, 255.
Die Beglaubigung einer Grundbuchabschrift erfolgt nach mecklenburgischem
Recht durch Richter und Gerichtsschreiber.
904. 8 20. Wie sind bei der Zwangsversteigerung von Grundstücken die
von ihr mitumfatzten Gegenstände zu behandeln? Von AGR. Herold in
Hainichen. ZVlFG. 4, 287 ff.
Von den Fällen der 88 59, 65 des ZVG. abgesehen, sind vom Gesetz ab-
weichende Bestimmungen über die mitzuversteigernden Gegenstände unzulässig. Von
der Versteigerung ab sind Verfügungen des Schuldners über mitversteigerte Gegen-
stände, auch wenn sie mit Zustimmung des Gläubigers getroffen werden, dem Gr-
steher gegenüber unwirksam. — Im Falle des 8 65 des ZVG. hat schon die An-
ordnung der besonderen Versteigerung die Bedeutung, daß sie die ausgesonderten
Gegenstände für den beim Meistgebot zunächst Ausfallenden zurücklegt und sichert. —

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