Full text: Volume (Bd. 18 (1858))

Zur Lehre von den Kirchenlasten. 41
gienge, das soll das Kirchspiel, und nicht der Pfarrer, wie-
der aufrichten, machen und erhalten."
Lüneburger Kirchenordnung von 1543. (Richter II.
S. 54.) „Es sollen auch unsere Amt- und Befehlsleute
fleißige Vorsehung thun, daß die . . . Gebäude auf den
Pfarren und Küstereien, die zur Kirche gehören, in Bau
und Besserung gehalten werden. Und so etwas zu bauen
und zu bessern vonnöthen, sollen sie die Kaspelleute an-
halten, daß sie Wagen- und Handdienste dazu thun, auch
Stroh zu den Dächern geben sollen."
Mecklenburger Kirchenordnung von 1552. (Richter II.
S. 121.) Die Amtleute und Bürgermeister sollen die Städte
und Dorfschaften dazu halten, daß sie die Kirchen und der
Kirchpersonen Behausungen, Schulen und Custoswohnungen
nicht zerfallen lassen; item daß sie dieselben treulich bauen
und wiederum aufrichten."
Wittgenstein. Kirchenordnung von 1555. (Richter II.
S. 162.) „Die baufälligen Pfarrbäue sollen wieder ange-
richtet werden, und dazu . . . die Nachbarn, so in solche
Pfarre oder Pastorei gehörig, das Holz führen, den Bau
zimmern, aufschlagen, klaiben und in Dach bringen. Den
Pastoren soll dann die Erhaltung in gutem Wesen befohlen
werden."
Sächs. Generalartikel von 1557 (Richter II. S. 190).
„Die Pfarrkirchen, Pfarrhäuser und Kirchenreien sollen soviel
möglich von der Kirchen Einkommen gebaut werden. Wo
aber dasselbe füglich nicht geschehen könnte, soll von den Ein-
gepfarrten eine gemeine Anlage zu solchem Baue gemacht;
das ausgebaute Haus aber von dem Pfarrer, wie guten
Hauswirthen gebührt, in baulichem Wesen erhalten werden."
Kirchenordnung f. Steuerwolt und Peine (Richter II.
S. 225.) Jede Gemeine hat unter Concurrenz des Kirchen-
kastens die Hauptbaue zu bestreiten; der Pfarrer die Ge-
bäude in Bau und Besserung zu erhalten.
Magdeb. Visitationsartikel von 1562. (Richter II.
S. 229.) Die Erbauung und Wiederherstellung der Pfarr-
und Küsterhäuser liegt den Gemeinden ob.
Pommeresche Kirchenordnung von 1563 (Richter II.

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