Full text: Zeitschrift für deutsches Recht und deutsche Rechtswissenschaft (Bd. 4 (1840))

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Reyscher:

weiteren Vorrede begleitet das Ganze sehr zweckmäßig ein Lebens-
abriß des Verstorbenen, der nicht bloß theoretischer, sondern auch
praktischer Staatsmann war, und für den Wiederaufbau des heuti-
gen deutschen Staatsrechts in der That mehr als irgend ein Anderer
geleistet hat.
Ein neues Werk von
Mirus, die Hoheitsrechte in den deutschen Bundesstaaten,
insbesondere mit Berücksichtigung der preußischen Gesetzgebung.
2 Abtheilungen. Ausgburg, bei Kollmann.
enthält hauptsächlich nur eine Compilation der in verschiedenen
Staaten, namentlich Preußen, zur Anwendung kommenden Bestim-
mungen.
Nur aus einer Ankündigung ist uns bekannt: Walke, über
den Umfang des Regalienrechts und besonders des Zollregals im
Herzogthum Lauenburg. Hamburg, bei Hofman-n u. Campe.
Weiter hat das Jahr 1840 eine eigene, dem deutschen Staats-
recht und dem „deutschen politischen Leben" gewidmete, Zeitschrift
gebracht:
Deutsches Staatsarchiv. Erster Band. Jena, bei From-
mann.
Indessen fürchten wir, daß der gegenwärtige Zustand noch un-
günstiger für ein solches Unternehmen sein möchte, als derjenige vom
Jahre 1706, wo Häberlin sein „Staatsarchiv" angefangen hat,
so mannigfache geheime Aehnlichkeiten auch die Zeitverhältnisse dar-
bieten sollten. Man vergleiche einmal, was damals zu sagen
erlaubt war und was jetzt nicht gedruckt und, wenn gedruckt, nicht
verbreitet werden darf! Auch was dieser erste Band bringt, ist eben
nicht geeignet, Lust und Muth zu Besprechung staatsrechtlicher An-
gelegenheiten einzuflößen. Es ist dies eine „Artenmäßige Darle-
gung der Ergebnisse des wider den Magistrat der Haupt - und Re-
sidenzstadt Hannover, wegen Beleidigung der Regierung des König-
reichs Hannover, durch verschiedene an die hohe deutsche Bundes-
versammlung gerichtete Eingaben eingeleiteten Untersuchungsver-
sahrens, nebst Beilagen. Besonderer Abdruck aus der vom Defensor
des Magistrats Dr. Karl S tüv e, Bürgermeister von Osnabrück,
eingereichten Verteidigungsschrift." Welch' ein Bild!
Und doch sind die hannöverschen Verhältnisse fast noch die einzi-
gen, worüber staatsrechtlich controvertirt wird. Auch die gegenwär-
tige Zeitschrift enthält wieder einen kleinen Aussatz darüber von
Z irkler (Band III. S. 298.)
In welchen Grenzen eine solche Controverse gestattet ist, zeigt
Das hannöversche Portfolio, Band III. (Stuttgart, bei
Krabbe.)

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