Full text: Volume (Bd. 16 (1856))

410 H. Ortlofs: K)ie öffentliche Anklage in Deutschland.
klagerecht der öffentlichen Ankläger kein ausschließliches sein dürfe,
daß vielmehr der Privatmann das Recht behalten müsse, wenn die
öffentliche Klage verweigert werde, die Anklage durch einen ge-
wählten Anwalt erheben zu lassen.
Aus diesem Bericht geht klar hervor, daß man in England
keine Staatsanwaltschaft wie in Frankreich haben will, sondern
daß das Bedürfniß nur auf Einsetzung von Beamten der öffent-
lichen Klage gerichtet ist. Die weitere Entwicklung erfordert
unsere größte Aufmerksamkeit, weil die Organisation der öffentlichen
Anklägerschaft dort eine weit einfachere und gesündere ist, als zur
Zeit in Deutschland, und weil sie sich an acht germanische Ele-
mente, die uns durch Jahrhunderte entrückt worden sind, an-
schließt. Bei der Einrichtung der Staatsanwaltschaft in Deutsch-
land hätte man, anstatt von Frankreich zu copiren, das herrliche
Institut der schottischen Kronanwaltschaft zum Muster nehmen
sollen!

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