Full text: Volume (Bd. 6 (1841))

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Preußische Gesetzgebung vor Friedrich II.
Bepartition derjenigen Constitutionen, welche Ieder
aus der Juristen Facultät zu Halle wird ausarbeiten
können.
4. Der Consistorial-Nath und Professor Gundling«) soll die
Constitutionen von den Faeten, von Kauff und Verkauff,
und von geliehenen Guth verfertigen.
2. Der Hoff-Rath Ludwig 6) soll die Constitution von An-
lehn, nebst der gantzen Materie von Schulden Wesen aus-
arbeiten.
3. Der Assessor Gösche c) soll die Concurs Sachen in eine
Constitution bringen.

a) Nicol. Hieron. Gundling, geb. im Nürnbergischen am 25. Fe-
bruar 1671, kam nach Beendigung seiner theologischen Studien
im I. 1698 als Hofmeister nach Halle, ging auf Thomasins Rath
zum juristischen Studium über und ward im Jahre 1703 Doctor
juris. Im I. 1706 zum außerordentlichen Professor der Philoso-
phie ernannt, erhielt er im Jahre darauf die durch Cellarius Tod
erledigte professio antiquitatum et eloquentiae, und bald darauf
sowohl die für ihn speciell errichtete Nominal-Professur des Na-
tur- und Völkerrechts in der juristischen Facultät, als eine Stelle
im Consistorium des Herzogth. Magdeburg, welche verschiedenen
Aemter er bis zu seinem am 9. Dezbr. 1729 erfolgten Tode be-
hielt. Vgl. hierüber und über seine Schriften v. Dreyhaupt Be-
schreibung des Saalkreises. Th. 2. S. 624.
b) Ioh. Peter v. Lud ewig, bei Schwäbisch-Hall am 15. August
1670 geb., hatte gleich Gundling Theologie studirt, und kam im
I. 1694 mit Samuel Stryck von Wittenberg, wo er in der phi-
losophischen Facultät seit dem I. 1688 doeirt hatte, an die hiesige
Universität. Im I. 1695 bei der philosophischen Facultät zum
Professor ernannt, wurde er im I. 1705, nachdem er das Jahr
zuvor zum Dr. juris promovirt worden, ordentlicher Professor
der Rechte, im Jahre 1709 Regierungs - und Consistorial-
rath, im Jahre 1722 Canzler der Universität, und im Jahre
1742 Canzler der Magdeburger Regierung; gestorben ist er am
6. Sept. 1743. — Ueber seine zahlreichen Schriften s. Dreyhaupt
a. a. O. S. 660.
f) Andr. Götsche (nicht Gösche), der jetzigen litterarischen Welt
eben so wenig bekannt, als zu seiner Zeit in Ansehen stehend, (in

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