Full text: Zeitschrift für deutsches Recht und deutsche Rechtswissenschaft (Bd. 2 (1839))

Uebersichtüberd.deutsch-rechtlicheLitteraturv.1.1839. 229
theologischen Facultäten zu Jena, und der Universitäten Berlin,
Göttingen und Heidelberg einzuholen, welche nebst einleitender ge-
schichtlicher Darstellung und Aktenstücken gedmckt worden sind (Al-
tenburg, 1839). Die gestellte Hauptfrage: Trifft das Consistorial-
reftript mit Recht der Tadel, daß es dem Gewissen der Landesgeist-
lichen zu nahe trete? wird einstimmig verneint. Zu demselben Re-
sultate gelangt folgende Schrift eines unserer ersten Kanonisten,
welche ganz den juristischen Standpunkt festhält:
Das Kirchenregiment und die Symbole, rechtliches Gutachten
über das von dem herzoglichen Consistorio zu Altenburg an die
Ephorie Ronneburg erlassene Rescript vom 13. Rovbr. 1838,
von A. L. Richter. Leipzig, bei Tauchnitz, jun.
Auch hier wird die Tendenz des Konsistoriums als eine dem Pflich-
tenkreise und der Stellung dieses Collegiums angemessene erachtet,
aber die Fortentwicklung der Lehre aus der Schrift in dem Bewußt-
sein der Gemeinde anerkannt und gefordert. Durch welche Organe
sich dieses Bewußtsein aussprechen soll, ist freilich bei der evangeli-
schen Kirche eine so verwickelte Frage, wie bei der katholischen, und
wie hier die angesprochene Einheit, so scheint dort die äußere Ge-
theiltheit der Kirche der Verwirklichung der Synoden im Wege zu
stehen. Für die Einführung einer freien Synodalverfassung unter
Wiederherstellung des geistlichen bischöflichen Amts hat sich in neue-
ster Zeit auch ausgesprochen
Hase, die deutsche Kirche und der Staat. Leipzig, 1839.
Wir schließen unfern Bericht und damit den ersten Jahrgang
dieser Zeitschrift mit dem ernsten Wunsche, daß der Zwispalt in
Kirche und Staat, in der Wissenschaft und im Leben nicht endigen
möge mit der Zerstörung von Treue und Glauben, mit dem Unter-
gänge des Volkssinnes und mit dem Verzicht auf die Aufklärung des
vorigen Jahrhunderts, sondern daß deutsches Recht und deutsche
Wissenschaft, deutsche Ehre und Treue blühen und gedeihen im ge-
meinsamen Vaterlande.

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