Volltext: Zeitschrift für deutsches Recht und deutsche Rechtswissenschaft (Bd. 14 (1853))

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Sachßer
chen das dänische lov (Gesetz) für das alte laugh, laug, schweb,
lög; das englische law, für das angelsächs. lagu, lag, lall (vrgl.
Diefenbach, Wurzelwörterbuch II. S. 139 ff.), und ebenso ist
8tuks jedenfalls nur die stärkere Form des Wortes Stiege. In
Gemäßheit dieser Analogie haben wir aber ferner auch in der eng-
lischen Form dwarf (d. i. Zwerg) unzweifelhaft die stärkere Form
des Wortes äverg, und wenn gleich diese, soviel wir wissen, sonst
noch nicht in anderen deutschen Dialekten nachgewiesen ist, so dürfte
doch deren Vorhandensein in der englischen Sprache, die Vermu-
thung nicht als zu gewagt erscheinen lassen, daß sie auch Ln der
Quelle, aus welcher unser Artikel geschöpft ist, ursprünglich sich ge»
funden habe.
Unter dieser Voraussetzung aber, und unter Berücksichtigung
einiger bei Homeper angegebener Varianten, zeigen sich nun in
unserem Artikel folgende Verse:
Uppe altvile unde uppe dverfe (dverve)
Ne irstirft weder len noch erve;
Noch uppe kroppelkint.
Swe denne de erven sint.
5. Unde ire nesten mage,
De solen se halden raet plage. —
Wirt ok ein kint
Geboren stum, oder handelos, oder votelos, oder blint,
Dat is wol erve to lantrechte,
10. Unde nicht to lenrechte.
Hevet aver he len untrangen, er he wurde alsüs (siech.)
Dat verlüset he darmete nicht. —
De meselseke man untveit
Weder len noch erve: hevet lie’t
15. Aver untvangen er der süke
He ne vorlüset it darmete nicht.
Im Uebrigen kommen auch Reime, wie dverge auf erve, in
altdeutschen Gedichten gar nicht selten vor, und selbst das Wort
dverge könnte daher immerhin stehen bleiben, ohne den Reim zu
stören. Im achten Verse aber dürfte die Wiederholung des oder
als ganz unnöthig aufzuheben, und hierdurch der Vers reiner her-
zustellen sein. Im fünfzehnten und sechzehnten Verse würden statt
deS Reimes süke und nicht, der freilich wiederum nicht sehr rein
ist, die' Formen sieche und niehe einen reineren Reim darbieten,

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