Full text: Volume (Bd. 14 (1853))

Eigenthums- und Besitz-Schutz nach ält. Recht. 233
vet, of he’t selve dridde siner gebure getügen mach, denne
jene, de’t anegevanget hevet. Vrgl. Schwabensp. 317. (Laßb.
S. 139.) — Richtft. Lande. 17. — Magd. Schöffen-Urth. 1,13,
dist. nn. — Gosl. Stat. S. 100. Z. 2—10 (Göschen). —
Verm. Sachsensp. IV, 9. d. 5. — Desgl. die von Bruns S. 288
—290,292,293, 310 Anm. 3. und S. 314 angeführten Stellen.
5) Wenn der Besitzer sich zu Beweisen erbietet, daß er eine
Sache selbst gemacht habe.
Lex Bajuv. XV, 11. quod mancipii mei ex propria mea materia
laboraverunt et fecerunt.
Richtst. Lande. 17. dise habe .. han ich selber ... wirken ader
machen lassen, und will das beweisen, als ich zu rechte sol,
unnd piet eins urteils, ob ich mit meiner beweisung icht na-
her mein habe zubehalden sey, die ich in meiner gewere
habe, dann sie mir nymant angewynnen mage? So frag jener
wider: nach dem das im die habe gestolen sey, das er be-
weisen wil, ab er icht mit besserem rechten sein gestolen gut
wieder erkriegen sulle, dann es im jener vor behalden muge?
So findet man: dieser sey es neher zubehalden, der es in
gewer hat. Vgl. Bruns S. 293." —• Gosl. Stat. S. 100.
Z. 5-8. — Verm. Sachsensp. IV, 9. d. 5.
6) AeHnlich verhält es sich nach einigen Rechten mit erbeu-
teten und über Sand und See in die Stadt gekommenen Sachen.
Albrecht S. 123. - Planck, Zeitschr. S. 262. - Lex Bajuv. XV, n.
Kraut, Grunde. §. 115, Nr. 37.
7) Behauptet der Beklagte, die Sache gekauft zu haben, so
muß er den Verkäufer nennen; bekennt dieser sich dazu, so muß
er den Prozeß übernehmen, dessen Entscheidung natürlich zugleich
das Recht des ursprünglichen Beklagten mit umfaßt ^). So konnte
durch die Reihe der Vormänner hindurch immer weiter zurückge-
gangen werden. Der Grundgedanke war, daß man zuletzt auf
jemand stoßen müsse, der entweder ein besseres Recht, wie Kläger,
darzuthun vermöge, oder aber der Dieb sei. Sächs. Landr. II, 36:

29) Dies gilt auch von unbeweglichen Sachen. Sachs. Landr. III, 83. §. 2.
— Schwäb. Landr. (Laßb.) 207. — Goslar. Stat. (Göschen) 28, 7.
— Berm. Sachsensp. (Ortl.) II, 1. 6. 1.; I, 44. ä. 2.; I, 46 d. 8. —
Glosse zum Sachsensp. II, 43. §. 2. — Bair. Landr. b. Heumann S. 151.

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