Full text: Volume (Bd. 14 (1853))

Eigeiithums- und Besitz-Schutz nach alt. Recht. 225
*
— Nichtst. Lande. 13. — Bair. Lande. (Heumann S. 65).
— Verm. Sachsensp. IV, 42. ä. 7. und 9. ä. 4. — Sächs.
Weichb. (Daniels) Art. 102. §. 2. al. 133. — Stat. Verdens.
147. (Pufendorf I, 124.). — Kraut §. 115. Nr.25. —
Für das älteste Recht: Lex Ripuar. XXXIII, 4. — Ed. Ro-
thar. c. 255.
Dasselbe gilt, wenn der genannte Gewährsmann sich nicht zur
Sache bekennt, wenn ime bürst an’me geweren wird. Sächs. Ldr.
II, 36. 8. 5. 7. I, 15. 8. 1. — Schwäb. Landr. 117. (Laßb. S.
14O.) Verm. Sachsensp. IV, 42. d. 8. und 25.
b. Für unbewegliche Sachen.
Es ist hier zu beweisen, daß derjenige, welcher zu behaupten
vermag, daß er entsetzt worden, näher ist, sein Eigenthum zu be-
schwören, als der Besitzer. Dieser Satz muß gelten, mag der Be-
klagte selbst den Kläger entsetzt haben oder nicht; ein Unterschied
findet nur insofern statt, als der Beklagte, wenn er sich selbst der
Gewalt schuldig gemacht hat, Buße geben muß 19); in dieser Be-
ziehung ist aber auch der Beklagte, da insoweit eine Strafklage vor-
liegt, zum Unschuldseide berechtigt20),
Hierher gehören zunächst die viel besprochenen Stellen, welche
von der Gewere des entsetzten Besitzers handeln. Welche Bewandt-
niß es mit dieser Gewere hat und wie der anscheinende Widerspruch
zwischen den folgenden Aussprüchen aufzufassen ist, davon soll un-
ten im 8.9. geredet werden; hier ist nur das Vorzugsrecht im Be-
weise festzustellen, und hierfür geben jene Stellen ein zwar nicht
direktes und ausdrückliches, aber im Zusammenhalt mit den sonsti-
gen Beweisen und in Berücksichtigung der später folgenden Erör-
terungen über die Bedeutung der sog. juristischen Gewere sehr ge-
wichtiges Zeugniß ab. Selbst die, welche diesen Fall der juristi-
schen Gewere bestreiten oder überhaupt die Klage aus der Gewere
verwerfen, geben zu, daß der Entsetzte den Vorzug im Beweise ha-
be *»). Jene Stellen sind:
19) Sächs. Landr. HI, 43, 47. Schwäb. Landr. 309. (Laßb.) Verm.
Sachsensp. Ortl. I, 34. d. 4., wo aber statt wedder geben zu lesen
ist: werte geben; vergl. das Eisenachsche Rechtsbuch I, 72. (Ortloff.)
Siehe jedoch auch Sächs. Landr. II, 44. §. 2.
20) Bgl. unten Anm. 7.
21) Homeyer S. 413, gestützt auf Richtst. Lehenr. 29. §. 2. u. 3. und

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