Full text: Volume (Bd. 14 (1853))

112 Sachße: Ueber das Alter des Sachsenspiegels.
selbst, Ȋ marAmem, bezogen wird, so konnte auch der Verfasser
des Sachsenspiegels unmöglich sie „einen alten Frieden, den die
kaiserliche Gewalt, mit Willen der guten Knechte des Landes, im
Sachsenlande gestätiget" habe, nennen, wenn er ein noch ganz
neues Gesetz im Auge hatte, und überdies deutet schon die blos ar-
biträre Strafe der Ketzer, auf ein weit älteres Gesetz hin, da der
Sachsenspiegel, der denn doch höchstens nur wenige Jahre jünger
als 1230 sein könnte, schon die Strafe des Verbrennens kennt,
und diese auch in der 6onst!t. ä6 donis lisreiieor. von 1231 sogar
nur als eine bereits bestehende erwähnt wird. — Wann (müssen
wir fragen) soll diese Strafe eingeführt worden sein? wenn sie
1230 noch nicht galt, und doch schon 1231 nur als eine bereits
bekannte erwähnt wird. — Ob der Sachsenspiegel wirklich aus
der Treuga geschöpft habe? lassen wir hier dahingestellt. Nur
scheint es, wenn dies der Fall wäre, daß dann die entlehnten
Stellen auch wohl mehr beisammen stehen würden, und nicht die
Einen in II. 13. §. 3. und 4.; die Andern erst in II. 66. §. 2.
und II. 68.

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