Full text: Zeitschrift für deutsches Recht und deutsche Rechtswissenschaft (Bd. 9 (1845))

Ueber Zweikampf und Ehrengerichte. 257
sein kann, welche seine physischen Mitglieder zufällig außerdem
in der bürgerlichen Gesellschaft einnehmen. Freilich kann seine
Würde gefährdet werden durch unwürdige Zusammensetzung, aber
dort, wo es auf Gerechtigkeit und nur auf sie ankommt, die keinen
Unterschied der Person kennt, wird als unwürdig nnr erscheinen,
was ihrem Begriff zuwider ist, während die Verschiedenheit des
Berufes und der Lebensverhältnisse der Geschwornen gerade recht
geeignet ist, die Gleichheit vor Gesetz und Richter anschaulich zu
machen und zu verbürgen, was der hohen Würde des Gerichts
vollkommen entspricht.
Daß das Schwurgericht in diesem Falle, wie in allen übrigen,
öffentlich sein müsse, versteht sich um so mehr von selbst, weil
die Verhandlung über den Zweikampf von der über die ihm vor-
ausgegangene Ehrverletzung untrennbar sein wird und Ehrensachen nur
im vollen Licht der Oeffentlichkeit mit Erfolg gerichtet werden können.

Zeitschr. f. deutsches, Recht. Bd. H. f.

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