Full text: Volume (Bd. 17 (1857))

158 Rechtsbuch der Gemeinde zu Eckingen 1831.
verpfennd dich nit annders dann das der Herr vorganng. Das
muß der Cleger lassen beschehen. Ob dann ettwas uberjdes Herren
Schuld bevorbelybt, mit dem selbigen soll er dann den Cleger ver-
pfenden.
Ob aber ain Ammann nit bedacht were, was er hanudlen
sollt, so mag er acht Tag oder viertzehen Tag ain Zug nemen auff
seinen Herren.
Unnd ob er Schuldner nit Pfanud gnug hett, so mag der
Ammann sollichs an die Oberkait langen lassen.
Unnd der Schaden halb mag der Cleger in Gericht ynlegen,
unnd darumb und deßhalben erkennen lassen.

Von späterer Hand folgen nun noch einige Nachträge:
1) (Strafe wegen Unzucht. Urfehde 1595.)
Zu wissen, Nachdem Georg Hum, gemain Hiertt zue Oeg-
gingen, ausserhalb der Ehe einer unerbarn frembden Weibspersohn
ain khind anbevolhen, haben in» die drey Gemainds Herrschafften
daselbsten zun Oegkhingeu den 17. May ao. re. 95. gefenngklich
annnemmen unnd naher Hörlingen uff das Schloß, alda er um
Gefennggnues gelegt worden, füeren lassen, unnd obwohlen man
gegen ime, dem Verdienen nach, solche weg fürzunemen, guetten
Fueg gehabt, welche ime schwerlich fallen mögen, ist er aber uf
starckh Fürpitt seiner Hausfrauen unnd ainer Gemaind zuegedach-
tem Oegkhingen, auch in Ansehung seiner klainen Khind, den 18.
hernach der Gefenggnus nachvolgender Weiß wider erlassen wor-
den: das wiewol ime zehen Güldin Straff ufferlegt worden, hatt
man doch drey Güldin, welche er uff nechste Gemain-Rechnung
den dreyen Herrschafften erstatten solle, zuenemen bewilliget, unnd
er ainen gelertten Ayd zue Gott unnd den Heiligen mit ufgehabnen
Fingern geschworen, daß er solche Fennggnus, und was hierunder
fürgeloffen, nimer mehr gegen den gedachten Herrschafften, iren
Dienern oder denjenigen, so hierunder gebraucht worden, für sich
selbst in khain Weiß noch Weg anden und effern*), auch (noch) solches

*) anklagen, schelten. Scherz Glossar, v. aeffern.

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