Full text: Volume (Bd. 17 (1857))

140 Rechtsbuch der Gemeinde zu Eckingen 1631.
deßhalb gütlich mitainander veraint und vertragen dergestalt und
also: WaS Gehow nu furohin yeder Tayle in sein Holtzern zu
Ecking und yedeS Tayls Gütter gehörend machend, als dann yeder-
tail zu seiner Notturfft das zu tun Macht und Gewalt haben sol,
so söllen dieselben neu Holtz-Gehöw von yeder Herrschafft zu Ecking
und den Iren, hinder in sitzennd unnd verwandt, nach gemainem
Lannds Gebrauch bis an das vierdt Loub treulich, uffrecht, redlich
und one alle Geferd gehailtet werden.
Unnd welcher obgemelten Herrschafft oder ir Hindersässen in
iren neu gemachten Holltz-Gehöwen zu Schaden getriben wurd,
unnd dieselben zu frischer That daran ergriffen wurden, so mögen
sie dieselben, so also zu Schaden in denselben Gehowen getrieben
und gehandelt hetten, zu frischer Getat gepfenndt werden.
Unnd wann also selliche Pfanndung geschicht, so soll Mit den-
jhen, so zu Schaden in deü Gehöwen beschehen ist, sollichs Schadens
halb guettlich überkomen werden.
Wa, aber das nit bescheh, das man dann mit den Pfannden
gefaren müg, wie recht ist.
Ob aber ainichem Taile Schaden in seinen Gehowen beschech,
so frischer Getat nit ergriffen unnd gepfenndt, sonnder hernach wer
den Schaden gethan hett gewar wurd; so mag der Tayle, so also
Schaden in sein Gehowen beschehen, wer diejhen, durch die oder
ir Vihe sollicher Schad beschehen und getan war, umb Abtrag des
Schadens ersuchen, -sich mit ihm guettlich zu vertragen, geschech das
wol und gut. Wo aber das nit beschech, so mag der, dem Schad
beschehen ist, denjhen, so Schaden gethan hat, mit Recht fürnemen
unnd geschehen lassen so vil und recht ist.
Hierumb und des alles zu warem und offenn Urkund, so Hab
ich obgenanter Bruder Bartholomeus Wyer, Provincial, mein aigen
Jnsigel, des ich mich myns Provincials Ampt deßhalb gebrauch,
von der zwayer Herrschafften obgemelt flyssiger Bette wegen zu mer
GezeugknuS. und Gedechtnus aller obgeschriben Sachen doch mir selbs
und meinem Orden one Schaden offenlich gehennckt an disen Brieff.
Unnd dieweyl wir obgenannten-Abbtissin und Convent zu Seffling
und Doctor Jeronimus Wurm der obgemelten Vertrag und Einigung
bekennen, und das auch unser Wille ist, so haben wir zu baider
Syt unnser Abbtissin und ConuentS zu Sefflingen Jnstgelle unnd
ich Doctor Wurm mein eigen Jnsigel och offenlich gehennckt an

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