Full text: Volume (Bd. 11 (1847))

Großherzogthums wird der Genuß vollkommener Gewissens-
freiheit zugesichert. Der Vorwand der Gewissensfreiheit darf
jedoch nie ein Mittel werden, um sich irgend einer nach den
Gesetzen obliegenden Verbindlichkeit zu entziehen.
Braunschweigische Landschaftsord. $. 29: Jedem Einwohner
wird vollkommne Freiheit des Gewissens und des religiösen Glau-
bens, auch das öffentliche Bckenntniß in einer der im Staate
jetzt gestatteten kirchlichen Gesellschaften gewährt; Niemand
darf seine Religion vorschützen, um sich irgend einer gesetzli-
chen Verbindlichkeit zu entziehen. Aeußere Religionsübung
ist der Oberaufsicht des Staats unterworfen. — §. 211: Al-
len im Herzogthum anerkannten, oder durch ein Gesetz auf-
genommenen christlichen Kirchen wird freie öffentliche Reli-
gionsübung zugesichert; sie genießen gleichen Schutz des Staa-
tes und ihre Angehörigen gleiche bürgerliche Rechte.
Coburgische Verf.-Urk. §. 13 und 14 stimmt mit der Großh.
hessischen überein.
Me inin gisch es Grundges. §. 29: Die evangelische Kirche ist die
Landeskirche, und sie wird, wenn ihre Dotationen in irgend
einer Weise unzureichend sind, aus den Landeseinkünften un-
terhalten. Doch genießen auch alle andern Kirchen den Schutz
des Staates und volle Gewissensfreiheit, in sofern sie sich
den Gesetzen und Ordnung des Staats gemäß bezeigen. Keine
vorgebliche Religionsmeinung kann von der Verbindlichkeit
gegen den Staat entbinden.
Alten burgisch es Grundges. Z. 128: Die evangelisch-protestan-
tische Kirche ist die Kirche des Landes. 8- 129: Die Bekenner
andrer christlichen Particularkirchen genießen den Schutz des
Staates, und die freie Ausübung ihres Glaubens vorbehalt-
lich der landesherrlichen Rechte. Sie haben den Anspruch
auf gleiche staatsbürgerliche Rechte mit den Bekennern der

„den Mitgliedern besonderer Seelen der christlichen Religion die
Rede, welchen die Ausübung ihres Gottesdienstes im Großherzog-
thum gestattet ist (Menoniten, Wiedertäufer u. s. w.)." Sollten
diese etwa nicht im Sinn der Verf-Urk., — welche ja das in an-
dkren vorkommende „drei" hinweggelassen hat, — zu den aner-
kannte« christlichen Confesstonen gehören?

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