Full text: Volume (Bd. 13 (1852))

Universitäten gebraucht wurde ?"), schreibt^): „8uc retero notabilem
doctrinam ex l^ovel. LIect. August. p. 2. cap. 23. ubi in pactis
dotalibus et dotalitiorum quaedam valere possunt jure contractus,
adeoque non nisi mutuo consensu sunt revocabilia: quaedam jure
ultimae voluntatis, ut proinde non minus ac mutua conjugura
testamenta revocari possint.“ Es ist hiernach nicht unwahrschein-
lich', daß ein Ehepactum, welches keine Bestimmung über die Erb-
folge enthielt, als simplex, dasjenige aber, welches eine solche Be-
stimmung in sich ausgenommen hatte, als mixtum bezeichnet wor-
den ist. Die gewöhnliche Auffassung, nach welcher ein pactum
über die Erbfolge vorausgesetzt und das widerrufliche — mixtum, im
Gegensatz des unwiderruflichen (simplex) genannt wird, sucht das
Wesen der Mischung in dem Verhältniß des römischen und deut-
schen Rechts. Diese beiden Rechte sollen gemischt sein. Dieß bietet
folgende Schwierigkeit. Die Berufung zur Erbfolge in einer Ehe-
stiftung ist als reines römisches Recht aufgefaßt worden. Sowie
von zwei Soldaten, welche sich vertragsmäßig gegenseitig zu Erben
eingesetzt hatten, der überlebende zur Erbfolge berufen wurde, indem
dieUebereinkunft als zwei letzte Willensordnungen betrachtet wurdet);
ebenso sollte die Berufung zur Erbfolge in der Ehestiftung aufgefaßt
werden^). Unmöglich läßt sich in dieser Auffassung eine Vermischung
des römischen mit dem deutschen Recht finden. Dazu kommt noch
weiter, daß die Berufung zur Erbfolge überhaupt ausschließlich auf
römischem Recht beruht, weßhalb die durch Vertrag begründete un-
widerrufliche Erbeseinsetzung aus der gedachten Vermischung hervor-
gegangen ist. Wenn also in dieser das Prineip der Eintheilung läge,
so müßte das mixtum —simplex, umgekehrt das simplex — mixtum
genannt werden. Zu demselben Resultat gelangt man, wenn man
das Prineip der Eintheilung in einer Vermischung letztwilliger Ver-
fügungen und Verträge sucht. Das pactum dotale mixtum erscheint
hier als reine letztwillige Verfügung, das simplex als ein aus
Vertrag und letztwilliger Verfügung zusammengesetztes Geschäft.

20) Hugo, Lehrbuch eines civ. Kurs. VI. §. 288.
21) Select. disp. Vol. II, 10. 5. not. b.
22) C. 19. Cod. 2, 3. (de, pact.)
25) Beseler a. a. O. Th. 2. S. 344. Bergt die angezogene Stelle
Ui Joh« Sicharv und Bartolus.

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