Full text: Volume (Bd. 5 (1841))

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Huck:

eine solche Annahme mit dem hälftigen Gewinn und Verlust an der
Nachzucht im Widerspruch stehen würde.
1) Das Vindikationsrecht in dem angegebenen Umfang hat der
Versteller nicht blos im Fall der Veräußerung durch den Einsteller,
sondern auch im Fall der gerichtlichen Veräußerung in dessen Con-
curo, weil die Rechte eines Cridars durch den Uebergang an seine
Massegläubiger weder an Umfang, noch an Stärke gewinnen 5).
Es fällt jedoch in diesem besonderen Falle weg, wenn nach dem
Eoncuroproeeß des Landes auch die Vindikanten unter dem Präjudiz
des Ausschlusses vorgeladen werden können, und der Versteller we-
gen Versäumnis; mit Recht präeludirt worden ist, so wie es
2) überhaupt bei der Veräußerung der Nachzucht aufhört, wenn
dieselbe zum Voraus nach Jahren vertheilt wurde, und der Einstel-
ler nicht über seinen Iadresbetrag hinaus veräußert hat, weil in
einer solchen Verabredung eine reelle Theilung l-iegt. So kann ohne
Zweifel der Versteller nicht vindieiren, wenn er den Vertrag auf
zwei Jahre abgeschlossen, und die Nachzucht des ersten Jahres sich
Vorbehalten, die des zweiten aber dem Einsteller überlassen hat, wenn
Letzterer die jungen Thiere eben dieses zweiten Jahres veräußert,
weil ihm ja davon gar kein Antheil gebührt °). Endlich hört
5) die Vindikation auf, wenn das Vieh auf öffentlichem Markt
verkauft wurde, und die Vindikation bei solchen Käufen nach Par-
5) Coutume de Berry 1. c. Art. 10: „Si avant le cheptel paye, le pre
neur souffre quc par execution ou autrement, Fon vende les betes
par lui prinses, saus en a\ertir le bailleur: en ce cas ledit bailleur
a droit de suite sur lesdit.es he!es , et les peut revendiquer comme
a 1 ui appartenantes, nonobstant laciite vendication faite par souf-
Irance du preneur. 1 t en laisant apparoir sominaireinent qifelles
lui appartiennent, lui seront delivrees par provision, en baillant cau
lion, saus que ledit bailleur soit tenu de payer aueuns frais de la
nourriture desdites betes ; et n'est depuis qit eiles auront ete nour
ries aux depens de Faeheteur de bonne loi, jusques au temps
qifelles auront ete arretees par le bailleur; et sera le preneur qui a
souffert ladite vente sans avertir le bailleur, amendable avers justiee,
et condamne aux depens, donimages et inte re ts du bailleur.44
selbe bestimmt die Coutume de Nivernois Chap. 21. Art 16
ü) Dieß liegt auch in den Worten der Stelle Note 5: „8i avant le
elieptel paye ete.u Vgl. Pothier 1. c. Nr. 46*

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