Full text: Volume (Bd. 10 (1900))

27. Literatur

27.1. Männer, Karl, Oberlandesgerichtsrath, Das Recht der Grundstücke.

780

. Literatur.

Ein Korrespondenzmandatar hätte 2 J(> Prozeßgebühr und außerdem noch Schreib-
gebühren und Porto liquidiren können. Dadurch wären mehr als 3 Jl 25 4
Kosten entstanden, welchen Betrag Beklagter an M. bezahlt hat. Diesen Betrag
hat Klägerin auf Grund des § 87 der Klägerin zu erstatten.
- (Aus den Blättern für Rechtspflege des Kammergerichts 190V, S. 8.)
2) §u dein Beschlüsse des Landgerichts j)lauen £>. 632
dieses Jahrganges.
In Uebereinstimmung mit der in diesem Beschlüsse vertretenen Auffassung
hat das O.L.G. Rostock in einem Beschlüsse vom 8. Mai 1900 [3] S. A. 3 b
ausgesprochen: Für die erbrechtlichen Verhältnisse der vor dem 1. Januar 1900
Verstorbenen sind nach Art. 213 EG. z. B.G.B. die bisherigen Landesgesetze
maßgebend geblieben. Es gilt.dies auch (vgl. die Motive bei Haidlen B.G.B. IV,
(610, 611) bezüglich der Vorschriften über die Ertheilung des Erbenzeugnisses
Erbscheines) und nach § 189 K.G.G. rücksichtlich des dafür verordneten be-
sonderen Verfahrens, vgl. Deutsche Juristenzeitung 1900, Nr. 7, S. 153, Jur.
Wochenschr. 1900, S. 307.
(Aus der Mecklenburg. Ztschr. f. Rpfl. u. Rwissensch. 19. Bd. (1900] S. 58.)

Literatur.
Besprechungen.
Das Recht der Grundstücke nach dem Bürgerlichen Gesetzbuchs und der Grundbuch-
ordnung für das Deutsche Reich von Karl Männer, Oberlandesgerichtsrath in Zwei-
brücken (München, I. Schweitzer's Verlag, 1899). Preis 9
Das Buch umfaßt nicht nur das Recht der Grundstücke, sondern das gesammte Sachen-
recht. Der Titel des Buches entspricht daher nicht dem Inhalte. Der Verfasser bemerkt
hierzu in dem Vorworte, seine Absicht sei zunächst lediglich darauf gerichtet gewesen, das Recht der
Grundstücke zur Darstellung zu bringen, das Buch habe sich jedoch bei der Bearbeitung zu
einem Sachenrechte ausgewachsen. Den ursprünglich in Aussicht genommenen Titel habe er
trotzdem beibehalten, weil das Recht der beweglichen Sachen nicht mit der gleichen Ausführ-
lichkeit behandelt sei wie dasjenige der Grundstücke. Ich kann dies nicht einmal finden, und
wenn es wirklich der Fall sein sollte, ist der Unterschied jedenfalls recht unbedeutend, so daß
es sich im Interesse des Buches empfehlen dürfte, den Titel künftig zu ändern und darin
zu erkennen zu geben, daß in dem Buche das gesammte Sachenrecht behandelt ist. Nur so
wird der Titel der Bedeutung des Werkes gerecht.
. Das Buch ist bestimmt, den Bedürfnissen der Praxis zu dienen; es erfüllt diesen
seinen Zweck in anerkennenswerther Weise. Der Verfasser hat davon abgesehen, den geschicht-
lichen Zusammenhang des von dem Bürgerlichen Gesetzbuche geschaffenen Rechtes mit dem
früheren Rechte darzulegen, auch sind die Ausführungen möglichst kurz gehalten. Hierdurch
ist es möglich gewesen, auf 361 Seiten — die übrigen 27 Seiten enthalten ein sehr aus-
führliches Register — nicht nur eine systematische Darstellung des gesammten Sachenrechtes
zu geben, sondern auch auf viele der sich für den Praktiker ergebenden zahlreichen Zweifels-

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