Full text: Sächsisches Archiv für bürgerliches Recht und Prozeß (Bd. 13 (1903))

12.3. Alexander-Katz, Dr. R., Rechtsanwaltschaft und Patentanwaltschaft

12.4. Neuberg, J., Zusammenstellung sämtlicher Reichsgesetze strafrechtlichen Inhalts nebst Anführung der dazu ergangenen Entscheidungen des Reichsgerichts.

12.5. Wettstein, Das Kassenschrankfachgeschäft.

Literatur.

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sendung und Bestätigung des Rechnungsauszugs nach Ablauf der Rechnungsperiode
als Antrag und Annahme des, einen selbständigen Verpflichtungsgrund bildenden
Anerkenntnisvertrages. Des weiteren widerlegt er die viel verbreitete Meinung,
das „Clearing“ beruhe auf den gleichen juristischen Grundlagen, wie der Konto-
korrent, und weist nach, daß von den drei bei dem letztern angewendeten Rechnungs-
methoden (Staffelrechnung, progressive Kolonnenrechnung und retrograde Kolonnen-
rechnung) nur die Staffelrechnung richtig ist, weil nur sie das System des
Kontokorrents — Benutzung eines jeden neuen Postens in erster Linie zur Tilgung
vorhandener Gegenposten in der Reihenfolge ihrer Fälligkeit — richtig wider-
spiegelt. Bedauerlicherweise wird in dem Mohrschen Buche der Darlegung und
Bekämpfung der bisherigen Theorien allzuviel Raum gegönnt. Trotzdem ver-
dient dasselbe wegen vieler darin enthaltener guter Gedanken und Anregungen
Beachtung. vr. Felix Bondi-Dresden.
Das Kassenschrankfachgeschäft. Von Wettstein. Bern 1903, A. Francke. Preis
2.50 M.
Zu der auf S. 10 des vorliegenden Bandes zusammengestellten Literatur
.über die rechtlichen Verhältnisse bei der sog. Stahlkammermiete ist die oben be-
zeichnete Schrift eines Schweizer Juristen hinzugekommen, die sich über alle ein-
schlagenden Rechtsfragen mit großer Sachkenntnis und Ausführlichkeit verbreitet.
Steht sie auch im wesentlichen auf dem Boden des Schweizer Rechtes, so ist doch
auch das deuffche Recht vielfach sachgemäß berücksichtigt. Die kleine Broschüre,
über die ich aus Ersuchen arrsführlicher in Holdh eims Monatsschrift für Handels-
recht und Bankwesen Bericht erstattete, kann Interessenten zur Lektüre empfohlen
werden. Dr. Felix Bondi-Dresden.
Rechtsanwaltschaft und Patentanwaltschaft. Von vr. Richard Alexander-Katz.
Berlin 1902.
Die lesenswerte kleine Schrift bietet einen Vergleich der Verufsstellung des
Rechtsanwalts und derjenigen des Patentanwalts. Veranlaßt durch einen Aufsatz
von Lesse in der „Deutschen Juristenzeitung" von 1902, sucht sie die dort dar-
gelegte Ansicht, der Beruf des Rechtsanwalts sei mit dem des Patentanwalts
grundsätzlich nicht vereinbar, in kenntnisreicher und interessanter Darstellung zu
widerlegen. Ob ihr dies gelungen, unterliegt selbstverständlich subjektivem Empfinden.
Vorläufig hat bekanntlich das Patentamt den Antrag eines Rechtsanwalts, ihn
auf Grund der Übergangsbestimmung des Reichsgesetzes betr. die Patentanwälte
vom 21. Mai 1900 (§ 20) in die Rolle der Patentanwälte einzutragen, abgelehnt,
jedoch ausschließlich deshalb, weil die fragliche Übergangsbestimmung nach den
Motiven nur solchen Personen zugute kommen solle, die andernfalls an der Fort-
setzung ihres Berufs verhindert sein würden, Rechtsanwälte aber schon als solche
ihre Vertretertätigkeit vor dem Patentamte fortzusetzen in der Lage seien. Es ist
also nur die Simultanzulassung auf Grund der Übergangsbestimmung für unzu-
lässig erklärt. Dahingegen muß die Frage, ob ein Rechtsanwalt, der den von dem
Gesetze neu aufgestellten Erfordernissen genügt, gleichzeitig Patentanwalt sein
kann, noch als eine offene bezeichnet werden. Dr. Felix Bondi-Dresden.
Zusammenstellung sämtlicher Reichsgesetze strafrechtlichen Inhalts nebst Anführung
-er dazu ergangenen Entscheidungen des Reichsgerichts. Von Johannes
Neuberg, Landrichter. Leipzig 1902. Diererichffche Verlagsbuchhandlung
Theodor Weicher.

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