Full text: Volume (Bd. 8 (1843))

9. Die Phrenologie in ihrem Einflusse auf das Recht von G. v. Struve

VII.

Die Phrenologie in ihrem Ginftuffe auf -as
Recht.
Von
Gustav v. Struve,
ObergerichtS r Prokurator in Mannheim.
Vorbemerkung der Herausgeber.
Die Phrenologie, welche zu Ende des vorigen und Anfang die-
ses Jahrhunderts die Aufmerksamkeit der bedeutendsten Männer
Deutschlands erregte, dann auswanderte und Ln Frankreich und Eng-
land ihre Sitze aufschlug, hat in neuester Zeit wieder Boden in ih-
rem alten Vaterlande gewonnen. Die Lehrer an einer angesehenm
Universität haben es nicht verschmäht, mit Theilnahme den Vorträ-
gen des englischen Phrenologen G. Combe zu folgen; auch in
mehreren juristischen Blättern ist neuerdings der phrenologischen
Studien Erwähnung geschehen, und ganz zuletzt hat sich noch, was
in England seit längerer Zeit der Fall ist, ein eigener Mittelpunkt
für dieselben gebildet in einer Zeitschrift, welche den Herrn Verfasser
gegenwärtigen Aufsatzes zum Mitherausgeber hat. Die Phrenologie
ist also jedenfalls wieder eine Erscheinung in Deutschland geworden,
und schon darum wird es für die Leser unserer Zeitschrift nicht un-
wichtig seyn, einen ihrer wärmsten Vertheidiger über die Beziehun-
gen derselben zum Rechte zu hören. Sollte etwa der Zusammen-
hang zwischen den juristischen Betrachtungen des Herrn Verfassers Und
zwischen gewissen physiologischen Thatsachen, welche er zum Ausgangs-
punkte nimmt, gesucht erscheinen, so müssen wir entgegnen, daß auch
diese Betrachtungsweise ihr Recht hat, und vielleicht ein nützliches
Gegengewicht bilden könnte wider die ideologische Behandlungsweise,
welcher unser Recht, wie so manches Andere, unterlegen ist.
Re y sch er.
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