Full text: Volume (N.F. Bd. 1, H. 3 (1841))

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des Wasserlaufes.
lichen Falle ist aber eine solche Operis mm nunciatio. auch
gar nicht erforderlich, da alle sich in ihrem öffentlichen Besitz-
recht oder Usus publicus gegen Störungen vertheidl'gen dür-
fen, umsomehr da der Baulustige keine Actio civilis hat,
durch welche er sein natürliches LccupationsRecht geltend ma-
chen könnte. Daher bleibt einem solchen, sobald er von ir-
gend Jemanden Widerspruch befürchtet, nichts übrig, als sich
durch ein prätorisches Decret ein ausschließliches Besitz-
recht zu verschaffen, kraft dessen er nun ungestört an dem
fraglichen Platze sein natürliches OccupationsRecht zur Ausfüh-
rung bringen kann 333). — Ein solcher Anspruch auf ein
ausschließliches Benutzungsrecht, einen Vsus privatus, konnte
nun aber, wie in Betreff anderer Res publicae, so hinsicht-
lich des Meeres und Meeresufers, auch theils durch Verpach-
tungen und Vermiethungen von Seiten des Populus 323),
theils durch die Lange der Zeit der alleinigen Benutzung er-
worben werden3^), nur daß dieser langjährige, das prätori-
sche Decret vertretende Gebrauch auch hier nicht nach den Be-
stimmungen der Praescriptio longi temporis, sondern nach

nullo jure prohibet; neque opus novum nuntiare,
nisi ex una causa potest, si forte damni infecti
vel i t si b i cave ri.
322) Pomponius, lib. 6 ex Plautio, 1. 50 v. 41, 1: Quam-
vis quod in litore publico vel in mari extruxerimus, no-
strum fiat, tamen decretum Praetoris adhibendum est, ut id
facere liceat; imo etiam manu prohibendus est, si cum in-
commodo ceterorum id faciet; nam civilem eum actionem de
faciendo nullam habere non dubito.
323) Ulpianus, lib. 57 ad edict., 1. 13. §. 7 D. 47, 10, de
injuriis: Conductori veteres interdictum dederunt, si
forte publice hoc (in mari piscari, vel everriculum du-
cere) conduxit.
324) Cfr. Marcianus, lib. 3 institut., J. 7 D. 44, 3, de
diversis temporal, praescript.

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