Full text: Volume (N.F. Bd. 1, H. 3 (1841))

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XIII. Elvers, über das Recht
und Boden herausgetreten, beurtheilt sich nach Analogie der
Lais caesa; während Ersteres nur als Pars kaaäi er-
scheint^. Hieraus folgt, daß die Brunnen und das in ihnen
befindliche Wasser insbesondere den Schutz des, Grundwerte
voraussetzenden Interdictum Ouod vi aut clam ge-
messen, und letzteres demnach begründet ist, wenn Jemand
das Brunnenwasser eines Andern verunreinigt, oder Werke
irgend einer Art in demselben vi oder clam vornimmtI4).
Eine fernere Folge dieses Verhältnisses des Brunnenwas-
sers zum Grund und Boden ist, daß die auf öffentlichem
Grund und Boden befindlichen Brunnen selbst Les publicae
sind, die durch keine Verjährung in Fontes privati ver-
wandelt werden können 15), und an denen ein vsns publicus
statt findet, jedoch mit den etwaigen polizeylichen oder ander-
weitigen von Staatswegen angeordneten Beschränkungen; wäh-
rend die auf PrivatGrundstücken befindlichen Brunnen, als
Pertinenzen des Grund und Bodens in der Regel nur der
Benutzung des Eigenthümers, Ausnahmsweise aber auch drit-
ter dinglich, oder persönlich Berechtigter ossenstehen. Zu den
servitutes aquarum, welche sich auf die Benutzung des le-
bendigen nicht fließenden Wassers in natürlichen und künstli-
chen Brunnen — wohin auch die, nicht bloßes Regenwasser
enthaltenden Teiche gezählt werden können beziehen, ge-
hören insbesondere Aquaehaustus und Pecoris ad
aquam appulsus, welche in der Regel servitutes prae-
diorum rusticorum sind >6). Es können beide aber auch als

13) Idem, lib. 71 sä edict. I. 11 pr. D. 43, 24, Quod vi
aut clam, Portio enim agri videtur aqua viva.
14) Idem, 1. 11 pr. cit. Is, qui in puteum vicini aliquid
effuderit, ut hoc facto aquam corrumperet, ait Labeo
interdicto Quod vi aut clam eum teneri; — quemadmodum
si quid operis in aqua fecisset.
15) Imp. Zeno,' 1. 9, C. 11, 42, de aquaeductibus.
16) Ulpianus, lib. 2 Institution. I 1. §. 1. D. 8, 3, de

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