Full text: Volume (N.F. Bd. 1, H. 1 (1838))

11B IV. Aarons, über den Beweis.
mehrerer, nuf einander sich nicht beziehender, Quitungen fin-
den will^ da doch obgczei'gtermaßen ein solcher Schluß gleich-
falls nichts weniger als concludent ist. —
,.i , iSBoljl1 aber enthält diese Stelle in Bezug auf den Fall der
Condictio» wegen behaupteter Zuvielzahlung eine in der That
nicht unwichtige. Unterstützung für die von mir vertheidigte An-
sicht/ : Denn der Aussteller der mehrfachen Quitungen bestrei-
tet ja nicht die dadurch bewirkte. Liberation des Inhabers;
dieser aber will sogar noch einen Anspruch wider Jenen daraus
formiren. Hier ist also grade der Fall, ubi de obligando
quaeritur, von dem es heißt; propensiores esse debere
nos, si babeanins occasionem, ad negandum. —
Scheinbarer wenigstens ist das Argument, welches Brun-
nemann ableitet aus der L. 2, C. de discussoribus (10,
30), also lautend: —
! Impp, Arcadius et Honorius A. A. Messalae prae-
j fecto praetorio.
Ne casu amissa securitate publica quaedam prae-
da nascatur collatoribus: decernimus, ut quando
: securitates a discussoribus (RechnnngsRevisvreii)
seu apparitoribus (Executvren) expositae, ratioci-
niis publicis .continentur: rursus per injuriam
non petantur .— ,
Gedachter Schriftsteller versteht nämlich diese Stelle da-
hin : daß wenn die Contribuente» die ihnen über die bezahlte
Steuer ertheilte öffentliche Quitung verloren hätten, die ge-
schehene Zahlung selbst aber.in die öffentlichen SteuerSpecisica-
tivnen bereits eingetragen sey, jene — Contribuente» — keine
nochmalige Ausfertigung statt der verlornen sollen, verlangen
dürfen, damit sie nicht hinterher nach Wiederauffindung der
verloren gegangenen und somit im Besitze doppelter Quitung
über die nämliche Zahlung, daraus Gelegenheit nehmen mach-
ten, die Staatskasse durch prätendirte Zuvielzahlung zu be-
trügen. Ihnen dürfe es vielmehr bloß um den Beweis ihrer

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