Full text: Volume (N.F. Bd. 1, H. 1 (1838))

102. III. Elvers, von den LotterieGeschästen
heben und gegen den Schenker geltend machen darf,
indem widrigenfalls dieser von seinem RevocationsRecht wegen
nicht erfüllten Modus Gebrauch machen kann; wie denn sol-
ches auch aus den klaren Worten Justinian's hervorgeht in
der 1. 10. C. 8, 36, de revocandis donationibus:'
^Generaliter sancimus, omnes donationes lege
confectas firmas illibatasque manere, si non do-
nationis acceptor ingratus circa donatorem inve-
• niatur, ita ut — — quasdam conventiones, sive
in scriptis donationi impositas, sive sine scri-
ptis lusitas, quas donationis acceptor spopondit,
minime implere voluerit.« - -
Da solches nun hier eintritt, und Klägerin gegen ihr
Versprechen Ansprüche gegen den Beklagten erhoben hat, so
ist er mit Recht befugt, sie des Undankes anzuklagen; wes-
halb sich schon aus diesem Grunde die auf Rückzahlung der
700 Rthl. gerichtete Widerklage des Beklagten rechtfertigt. t
.. Allein auch noch aus andern Gründen vermag Beklagter-
insofern es noch irgend erforderlich erscheinen könnte, chen. Un-
dank der Klägerin und daher sein RevocationsNecht nachzuchei?
sen, indem sie allerdings einer atroi injnma' gegen ihn
sich schuldig gemacht, überdieß auch einen nicht unbedeutenden
Vermögensverlust ihm zuzufügen versucht hat; welches Beides
Justinian bekanntlich ebenfalls zu den gerechten,Revocations-
Gründen zählt, in, den Worten: '
»ita ut atroces injurias in eum'effundat, vel
jacturae molem ex insidiis suis ingerat,i'quae
• ■ ' non levem sensum substantiae donatoris impo-
nat.« (Cfr. 1. 10 c'it.) ^
, ;i Sie, atrox injuria von Seiten der Klägerin liegt aber in
dem unbegündeten und unerwiesenen Vorwurfe der Erpressung
und des Betruges, welchen Vorwurf Klägerin dem Beklagten
nicht nur in einem Schreiben vom 24. Dec. 1836, sondern
insbesondere auch in ihrer Klagschrift vom 29. Dcc. gemacht
hat, namentlich in den Worten: .»Wie ich mich nun über»

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