Full text: Volume (N.F. Bd. 1, H. 2 (1840))

226 VII. Elvers, über das Notherbenrecht,
jussus, recte exheredaretur: aliamque causam
esse institutionis, quae benigne acciperetur:
exheredationes autem non esse adju-
van das.
Anders aber verhielt es sich mit der Institutio. War ein
8uus auch nur Heres in re certa scriptus, so konnte
er nicht füglich als präterirt angesehen werden. Denn war
er der alleinige Heres,so hatte die Benennung einer beson-
deren Sache, z. B. des Fundus, keinen weitern rechtlichen
Einfluß, wie auch die Anfangsworte eines Rescriptes des
Imp. Gordianus im Codex Gregorianus , Lib. III,
Tit. 4, 1. 1 bezeichnen:
»Ex re certa heredem institutum sic haberi, ac
si sine ejus rei commemoratione heres institutus
fuisset.«
Waren neben dem so instituirten andere Erben ebenfalls auf
bestimmte Gegenstände eingesetzt, so erbten Alle an sich zu
gleichen Theilen, und die Benennung der besondern Gegen-
stände enthielt nur eine Vorschrift für den Theilungsrichter,
daß die genannten Sachen in der Theilung den Einzelnen ad-
judicirt werden sollten??). Wenn aber dagegen mit dem Heres
in re certa scriptus andere Erben concurrirten, die nicht
ebenfalls in re certa, sondern ex certa parte oder sine
parte- instituirt waren, so konnte jener neben diesen nur
als 8uccessor in rem singulam, und somit nur als Lega-
tar angesehen werden, und vermochte deshalb auch im Iu-
dicium familiae herciscundae, zu welchem er freilich als
Heres zugelassen wurde, nur die Res certa, nicht irgend
einen weitern Antheil an der Universitas zu erlangen. Hier-
auf bezieht sich in dem obengenannten Rescripte des Imp.
Gordianus in dem epitomirten Codex Gregorianus,
Lib. III, Tit. 4, 1.1. der offenbar lückenhaft excerpirte Nachsatz:
27) Wie dieses ausführlich entwickelt wird von Ulpianus, lib. 4
disputationum, 1. 3. D. 28, 5, de heredibus instituen-
dis.

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