Full text: Volume (N.F. Bd. 1, H. 2 (1840))

324 XI. Gitzler, über die Ademptio
und alsdann keines von Beiden gilt. Ubi pugnantia inter
se in testamento inveniuntur, neutrum ratum est 38).
Hierin hat auch Justkm'an in der L. un. §. 11. C. de cad.
toll. (6, 51.) nichts abgeandert., indem seine Verordnung auf
die visjunoti allein geht, in Betreff welcher er zu Gunsten
der Erben festsetzt, daß nicht mehr, wie früher, unter meh-
reren Honorirten der Eine den Gegenstand des Legates und
der Andere die Aestimatio» zu fordern berechtigt sei, sondern
jeder, als wenn sie Conjuncti wären, nur einen Theil er-
halten sollte. Alles Uebrige ließ er unberührt.
Fassen wir jetzt das Gesagte zusammen, so leuchtet wohl
sofort ein, daß Ulpian oder vielmehr die Compilatore» durch
ihn sich in der I-. 10 pr. (11) D. de reb. dub. einen Fall,
in dem conjunctim legirt war, gedacht haben mußten, sonst
konnten sie zu dem Resultate nicht gelangen, welches in die-
ser Stelle gegeben ist. Ueberhaupt soll bei der Interpretation
des Corpus juris die Hauptsorge eines jeden Juristen darauf
gerichtet sein, wenn Widersprüche Vorkommen, sich nur einen
bestimmten Fall dabei zu denken38-). Jene L. iy pr. p. 34,
5, aus Ulpianus, lib. 10 disputationum, lautet aber
folgendermaßen:
»Si fuerit legatum relictum uni ex cognatis me-
is, qui primus Capitolium ascenderit: si simul
duo venisse dicantur, nec apparet quis prior
venerit, an impedietur legatum? vel ei, qui
monumentum fecerit et plures fecerint; vel ei,
38) Lv148 pr. D. de R. J. Wergl. v. Herrnstorff a. a. O.
S. 468. 70. 71.
38 a) Daß alsdann alle Zweifel Wegfällen würden, sagt Justini an
selbst in der C. tanta circa. §. 15: Contrarium autem aliquid
in hoc codice positum, nullum sibi locum vindicabit, nec
invenitur, si quis subtili animo diversitatis rationes excutiet,
sed est aliquid novum inventum, vel occulte positum, quod
dissonantiae querelam dissolvit et aliam naturam inducit dis-
cordiae fines effugientem.

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