Full text: Volume (Bd. 2 (1830))

52 I. I. H. Bender,
entbehrlich machen, oder doch genau anzeigen, wie weit
das alte Recht neben dem neuen Gültigkeit fortbchalten sott.
3) Da sich viele Richtungen des Verkehrs im Laufe
der Zeit so wesentlich geändert haben, so ist die Gesetzge-
bung berufen, hierauf eine geeignete Rücksicht zu nehmen.
Es mag hier nur an die dermalen üblichen Arten von
Kaufsabschlüssen — auf Lieferung, Besicht. Nach-
stich, Probe u. s. w.— und deren mannichfachen Gestaltun-
gen, welche die neuere Zeit hervorbrachte, erinnert werden.
4) Nicht zu vergessen ist das vielfach umgestaltete Ver-
haltniß unserer heutigen Commissionare und Spedi-
to re n, welches der Entwurf bis jetzt nur nach einzelnen
Richtungen hin aufgefaßt hat.
3) Höchst wichtig und wünschenswerth erscheinen zeit-
gemäße Regulative in Falliments Sachen, vorzüglich
in Beziehung auf Accorde; jeder, der mit solchen
Gegenständen näher oder entfernter zu thun hat, weiß zur
Genüge, wie hier die gehässigste List ihr fast freies
Spiel treibt, wie häufig einzelne furchtsame Gläubiger
durch fingirte NebenAccorde in Schrecken versetzt
und zur Nachgiebigkeit verleitet werden, wie selten dem
Einzelnen eine genaue Einsicht selbst in die Motive ge-
richtlicher Accorde gestattet ist, und daß gewöhnlich der
Accordirende den besten Theil aus dem Accorde zieht,
wahrend er doch nur vor dem augenblicklichen gänz-
lichen Ruin dadurch bewahrt werden sollte.
* 6) Eine vorzügliche Sorgfalt erfordert sodann das
Gebiet des Wechselrechts, inwieweit nur Einiges hier
angedeutet werden soll: es fehlen Bestimmungen darüber,
was das Gesetz als wesentliche Bestandtheike eines
Wechsels anerkennen will — ei» höchst wichtiger, und wenn

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